| MIO € | 2024 | 2025 | Q 4 2024 | Q 4 2025 |
| Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31. Dezember | 3.619 | 3.376 | 3.619 | 3.376 |
| Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel | -17 | -19 | 875 | -179 |
| Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 8.722 | 9.119 | 3.067 | 2.619 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -2.392 | -4.720 | -908 | -2.571 |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | -6.347 | -4.418 | -1.284 | -226 |
Das Finanzmanagement des Konzerns umfasst das Steuern von Liquidität, das Absichern von Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisschwankungen, die Konzernfinanzierung, die Vergabe von Bürgschaften und Patronatserklärungen sowie die Kommunikation mit den Rating-Agenturen. Die Verantwortung dafür trägt Corporate Finance in der Bonner Konzernzentrale, unterstützt durch drei regionale Treasury Center in Bonn (Deutschland), Weston, Florida (USA), und Singapur. Sie bilden die Schnittstelle zwischen der Zentrale und den operativen Gesellschaften, beraten diese in Fragen des Finanzmanagements und stellen sicher, dass die konzernweiten Vorgaben umgesetzt werden. Neben dem Erhalt der nachhaltigen finanziellen Stabilität und Flexibilität des Konzerns ist es Hauptaufgabe von Corporate Finance, die finanziellen Risiken und Kapitalkosten zu minimieren.
Die Finanzstrategie baut auf den Grundsätzen und Zielen des Finanzmanagements auf, berücksichtigt neben den Interessen der Aktionäre auch die Anforderungen der Fremdkapitalgeber und konzentriert sich auf Wertschöpfung durch eine transparente und effektive Kapitalallokation. Sie zielt zudem darauf ab, die finanzielle Flexibilität und die niedrigen Kapitalkosten des Konzerns mit einem hohen Maß an Kontinuität und Vorhersehbarkeit für die Investoren aufrechtzuerhalten und die Nachhaltigkeitsziele des Konzerns zu unterstützen. Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie ist ein stand-alone Zielrating zwischen „Baa1“ und „A3“ bzw. „BBB+“ und „A –“. Die Strategie setzt zudem klare Prioritäten für die Verwendung der verfügbaren Liquidität und Bilanzstärke. Sie werden zunächst zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs, zur Finanzierung organischer Investitionen und für reguläre Dividendenzahlungen verwendet. Danach werden zusätzliche Dividendenzahlungen oder Aktienrückkäufe sowie anorganisches Wachstum in Betracht gezogen.
Das Cash- und Liquiditätsmanagement der weltweit tätigen Tochtergesellschaften erfolgt zentral über das Corporate Treasury. Rund 80 % des konzernexternen Umsatzes werden in Cash Pools konzentriert und zum internen Liquiditätsausgleich genutzt. In Ländern, in denen dies aus rechtlichen Gründen nicht möglich ist, werden interne oder externe Kredite und Anlagen zentral vom Corporate Treasury gesteuert. Dabei achten wir auf eine ausgeglichene Bankenpolitik, um unabhängig von einzelnen Banken zu bleiben. Der konzerninterne Umsatz der Tochtergesellschaften wird ebenfalls konzentriert und über die Inhouse-Bank abgewickelt (Inter-Company Clearing); so vermeiden wir externe Bankgebühren und -margen. Der Zahlungsverkehr erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, mit standardisierten Abläufen und IT-Systemen. Dabei wird der externe Zahlungsverkehr vieler Konzerngesellschaften in der konzerninternen Payment Factory zentralisiert. Sie führt Zahlungen im Namen der Konzerngesellschaften über zentrale Konten der Deutsche Post AG aus.
Um Marktpreisrisiken zu begrenzen, nutzt der Konzern originäre und derivative Finanzinstrumente. Zinsrisiken werden mithilfe von Zinsswaps abgesichert, im Währungsbereich kommen Termingeschäfte zum Einsatz. Risiken aus Rohstoffpreisschwankungen geben wir weitgehend an unsere Kunden weiter; das Restrisiko steuern wir teilweise mit Rohstoffpreisswaps. Die für den Einsatz von Derivaten nötigen Rahmenbedingungen, Kompetenzen und Kontrollen sind in internen Richtlinien geregelt.
Der Konzern deckt seinen Finanzierungsbedarf langfristig durch Eigenkapital und Fremdkapital. Dadurch werden sowohl die finanzielle Stabilität als auch eine hinreichende Flexibilität sichergestellt. Unsere wichtigste Finanzierungsquelle ist grundsätzlich der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit.
Darüber hinaus steht uns eine syndizierte Kreditlinie mit einem Gesamtvolumen von 4 MRD € zur Verfügung, die eine langfristig sichere Liquiditätsreserve bildet. Die Kreditlinie ist im Jahr 2025 um ein Jahr verlängert worden und läuft bis 2030. Zudem umfasst die Kreditlinie eine weitere Verlängerungsoption von einem Jahr. Sie enthält die Finanzkennziffern des Konzerns betreffend keine weitergehenden Zusagen und wurde angesichts unserer soliden Liquidität im Berichtszeitraum nicht beansprucht.
Bei unserer Bankenpolitik achten wir darauf, das zu vergebende Geschäftsvolumen breit zu streuen und mit den Kreditinstituten langfristige Geschäftsbeziehungen zu unterhalten. Unseren Fremdmittelbedarf decken wir primär über unabhängige Finanzierungsquellen wie Anleihen und Leasing. Die Fremdmittel werden weitgehend zentral aufgenommen, um Größen- und Spezialisierungsvorteile zu nutzen und so die Fremdkapitalkosten zu minimieren.
Im März 2025 haben wir drei Anleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten und einem Emissionsvolumen von 2.250 MIO € begeben. Im Juni 2025 haben wir zudem eine Anleihe mit einem Emissionsvolumen von 900 MIO € begeben. Darauf folgten Anleiheemissionen im November 2025 mit einem Gesamtvolumen von nominal 1.350 MIO €. Darüber hinaus wurde im Juni 2025 die Wandelanleihe 2017/2025 in Höhe von 1 MRD € zurückgezahlt. Informationen zu Anleihen enthält der Anhang, Textziffer 39.
Im Dezember 2025 wurde unsere Kreditwürdigkeit von Moody’s Investors Service mit „A2“ und stabilem Ausblick bestätigt. Des Weiteren wurde im Juli 2025 unsere Kreditwürdigkeit von Fitch Ratings mit „A-“ und stabilem Ausblick bestätigt. Die soliden Investment-Grade-Ratings gewährleisten einen ungehinderten Zugang zum Kapitalmarkt. Die folgende Tabelle zeigt die Bewertungen zum Bilanzstichtag sowie die zugrundeliegenden Faktoren. Die vollständigen und aktuellen Analysen der Rating-Agenturen sowie deren Definitionen finden Sie auf unserer Internetseite .
| Fitch Ratings | Moody's Investors Service | |
| Langfristig | A- | A2 |
| Kurzfristig | F2 | P-1 |
| Ausblick | stabil | stabil |
| + Bewertungsfaktoren |
|
|
| - Bewertungsfaktoren |
|
|
Zum Bilanzstichtag wies der Konzern eine zentral verfügbare Liquidität von 2,2 MRD € (Vorjahr: 1,4 MRD €) aus, die sich aus flüssigen Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten zusammensetzt. Aufgrund unserer soliden Liquiditätslage wurde die syndizierte Kreditlinie in Höhe von 4 MRD € nicht gezogen. Wie sich die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzschulden gliedern, zeigt die folgende Tabelle. Weitere Angaben zu verfügbarer Liquidität und Finanzschulden enthält der Anhang, Textziffer 44.1, 39.
| MIO € | 2024 | 2025 |
| Leasingverbindlichkeiten | 14.935 | 14.789 |
| Anleihen | 6.474 | 9.943 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.033 | 714 |
| Derivate | 58 | 50 |
| Sonstige Finanzschulden | 1.709 | 1.994 |
| 24.209 | 27.489 | |
Die Investitionen in erworbene Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) beliefen sich im Geschäftsjahr 2025 auf 2.950 MIO € (Vorjahr: 3.066 MIO €). Wie sich diese in Anlageklassen und nach Regionen aufteilen, zeigen wir im Anhang, Textziffer 10, 22, 23.
| Express | Global Forwarding, Freight | Supply Chain | eCommerce | Post & Paket Deutschland | Group Functions | Konzern | ||||||||
| 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | |
| Capex (MIO €) für erworbene Vermögenswerte |
1.044 | 874 | 158 | 101 | 531 | 561 | 288 | 252 | 933 | 1.035 | 112 | 127 | 3.066 | 2.950 |
| Capex (MIO €) für Nutzungs- rechte |
1.105 | 1.587 | 207 | 196 | 1.055 | 1.038 | 261 | 139 | 122 | 162 | 445 | 422 | 3.195 | 3.545 |
| Gesamt (MIO €) | 2.149 | 2.461 | 365 | 298 | 1.586 | 1.600 | 550 | 391 | 1.055 | 1.197 | 556 | 549 | 6.261 | 6.494 |
| Abschreibungen (MIO €) |
1.834 | 1.821 | 352 | 335 | 1.052 | 1.187 | 286 | 287 | 637 | 689 | 560 | 548 | 4.720 | 4.867 |
| Verhältnis gesamte Capex zu Abschreibungen |
1,17 | 1,35 | 1,04 | 0,89 | 1,51 | 1,35 | 1,92 | 1,36 | 1,66 | 1,74 | 0,99 | 1,00 | 1,33 | 1,33 |
| Express | Global Forwarding, Freight | Supply Chain | eCommerce | Post & Paket Deutschland | Group Functions | Konzern | ||||||||
| 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | |
| Capex (MIO €) für erworbene Vermögenswerte |
471 | 369 | 51 | 25 | 169 | 160 | 91 | 94 | 447 | 552 | 32 | 48 | 1.260 | 1.249 |
| Capex (MIO €) für Nutzungs- rechte |
365 | 229 | 74 | 73 | 354 | 263 | 65 | 29 | 34 | 103 | 163 | 100 | 1.056 | 796 |
| Gesamt (MIO €) | 836 | 598 | 125 | 98 | 523 | 424 | 156 | 123 | 481 | 655 | 195 | 148 | 2.316 | 2.045 |
| Abschreibungen (MIO €) |
482 | 459 | 89 | 84 | 280 | 316 | 78 | 71 | 174 | 183 | 141 | 141 | 1.246 | 1.254 |
| Verhältnis gesamte Capex zu Abschreibungen |
1,73 | 1,30 | 1,40 | 1,17 | 1,86 | 1,34 | 2,00 | 1,72 | 2,76 | 3,58 | 1,38 | 1,05 | 1,86 | 1,63 |
Im Unternehmensbereich Express investierten wir wie bisher in Gebäude und technische Ausstattung. Ein weiterer Fokus lag auf der kontinuierlichen Instandhaltung und Erneuerung der Express-Flugzeugflotte, wobei diese Investitionen zum Teil auf Nutzungsrechte entfielen. Im Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight wurde im Wesentlichen in Lager, Bürogebäude und IT investiert. Im Unternehmensbereich Supply Chain wurden die Mittel überwiegend für Kundenimplementierungen in allen Regionen eingesetzt – mehrheitlich in den Regionen EMEA und Americas. Im Unternehmensbereich eCommerce entfiel der Großteil der Investitionen auf den Ausbau des Netzes in den Niederlanden, Polen, Indien und der Türkei. Im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland investierten wir vornehmlich in den Ausbau der Infrastruktur und den Fuhrpark. Im Geschäftsjahr 2025 wurde erneut in den Erwerb von Grundstücken und deren Bebauung investiert. Ein zusätzlicher Schwerpunkt war wie in den Vorjahren der Ausbau von Packstationen. Im Bereich Group Functions wurde überwiegend in IT-Lösungen, die Fahrzeugflotte und Gebäude investiert.
Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit stieg im Geschäftsjahr 2025 von 8.722 MIO € auf 9.119 MIO €, wozu neben dem verbesserten EBIT vor allem geringere Ertragsteuerzahlungen beitrugen. Aus der Veränderung des Working Capital sind dagegen 368 MIO € abgeflossen, 163 MIO € mehr als im Jahr 2024.
Im Rahmen der Strategie 2030 wurden vermehrt Akquisitionen getätigt, die zu dem erhöhten Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit von 2.392 MIO € auf 4.720 MIO € deutlich beitrugen. Vor allem die Erwerbe der CRYOPDP-Gruppe und der SDS Holdings Inc. im Unternehmensbereich Supply Chain führten zu Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen und sonstige Geschäftseinheiten. In erster Linie spiegelte sich der Zusammenschluss von DHL eCommerce UK mit der Evri-Gruppe in den Auszahlungen für nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen und andere Beteiligungen wider. Die Auszahlungen für sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte erhöhten sich deutlich von 19 MIO € auf 347 MIO €, hauptsächlich weil wir ein Darlehen an eine Gesellschaft des Pensionsfonds in Deutschland vergeben haben. Die Ausgaben für kurzfristige finanzielle Vermögenswerte stiegen im Vergleich zum Jahr 2024 um 1.176 MIO € auf 1.218 MIO €, vor allem weil wir liquide Mittel kurzfristig am Geldmarkt angelegt haben.
Der Free Cashflow reduzierte sich von 2.944 MIO € auf 2.295 MIO €. Ohne Berücksichtigung der Zahlungen für Akquisitionen und Desinvestitionen nahm er um 246 MIO € auf 3.201 MIO € zu.
| MIO € | 2024 | 2025 | Q 4 2024 | Q 4 2025 |
| Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 8.722 | 9.119 | 3.067 | 2.619 |
| Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 189 | 115 | 29 | 26 |
| Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -2.936 | -2.795 | -998 | -947 |
| = Zahlungsmittelabfluss aus der Veränderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -2.747 | -2.680 | -969 | -922 |
| Abgänge von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | 0 | 25 | 1 | 0 |
| Abgänge von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen und anderen Beteiligungen | 53 | 0 | 0 | 0 |
| Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | -23 | -526 | -21 | -227 |
| Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen und anderen Beteiligungen | -42 | -405 | 0 | -356 |
| = Zahlungsmittelabfluss aus Akquisitionen und Desinvestitionen | -11 | -906 | -20 | -582 |
| Einzahlungen aus Leasingforderungen | 196 | 192 | 51 | 51 |
| Zinsen aus Leasingforderungen | 34 | 42 | 10 | 11 |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -2.550 | -2.715 | -658 | -654 |
| Zinsen für Leasingverbindlichkeiten | -668 | -719 | -177 | -187 |
| = Zahlungsmittelabfluss aus Leasing | -2.988 | -3.200 | -775 | -779 |
| Erhaltene Zinsen (ohne Leasing) | 188 | 175 | 39 | 48 |
| Gezahlte Zinsen (ohne Leasing) | -220 | -213 | -74 | -60 |
| = Nettozinszahlungen | -32 | -38 | -34 | -12 |
| Free Cashflow | 2.944 | 2.295 | 1.269 | 324 |
| Free Cashflow ohne Akquisitionen und Desinvestitionen | 2.955 | 3.201 | 1.290 | 906 |
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit verringerte sich von 6.347 MIO € auf 4.418 MIO €, wozu vor allem die begebenen Anleihen mit einem Nominalwert von 4,5 MRD € beitrugen. Für die Rückzahlung der Wandelanleihe 2017/2025 sind 1 MRD € abgeflossen. Insbesondere aufgrund des laufenden Aktienrückkaufprogramms fielen Auszahlungen für den Erwerb eigener Anteile in Höhe von 1.446 MIO € an (Vorjahr: 1.234 MIO €). Bei einer unveränderten Dividende je Aktie und einer geringeren Anzahl dividendenberechtigter Aktien sank die Dividendenzahlung an unsere Aktionäre um 46 MIO € auf 2.123 MIO €. Der Bestand an flüssigen Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2024 von 3.619 MIO € auf 3.376 MIO €.