Die Grundlage der Strategie 2030 besteht fort, und wir sind fest davon überzeugt, dass die globalen Handelsströme und Distributionsanforderungen auch in Zukunft attraktive Wachstumsperspektiven für unser Logistikgeschäft bieten werden. Die Risiken für die Geschäftsentwicklung und aktuelle Prognosen werden aber in der derzeitigen geopolitischen Lage vermutlich nicht abnehmen. Wir werden in diesem Umfeld unseren Fokus weiterhin auf das legen, was wir selbst kontrollieren können: Die Schaffung effizienterer Strukturen, ein konsequentes Kapazitätsmanagement zum Ausgleich zyklischer oder saisonaler Schwankungen sowie die weitere Umsetzung des strukturellen Kostenprogramms „Fit for Growth“.
Wir erwarten für das Konzern-EBIT im Jahr 2026, dass es über 6,2 MRD € und damit über dem Ergebnis des Vorjahres liegen wird. Davon erwarten wir für die DHL-Unternehmensbereiche insgesamt ein EBIT von über 5,6 MRD €. Für den Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland gehen wir von einem EBIT von über 0,9 MRD € aus. Der Ergebnisbeitrag der Group Functions wird bei rund –0,4 MRD € erwartet.
Für unsere neue Steuerungsgröße ROIC erwarten wir mittelfristig eine weitere Verbesserung gegenüber dem bereits erreichten Niveau. Kurzfristig – und damit auch im Geschäftsjahr 2026 – dürfte die Entwicklung, auch vor dem Hintergrund anhaltender Investitionen im Rahmen der Strategie 2030, zunächst auf Vorjahresniveau bleiben.
Wir erwarten für das Jahr 2026 einen Free Cashflow ohne Akquisitionen und Desinvestitionen in Höhe von rund 3,0 MRD €.
Unter Berücksichtigung des aktuellen Geschäftsplans hat sich unsere Chancen- und Risikosituation abgesehen von den bereits erläuterten Veränderungen im Vergleich zur Risikoberichterstattung im Vorjahr insgesamt nicht wesentlich verändert. Es wurden keine grundsätzlich neuen Risiken identifiziert, die sich nach derzeitiger Einschätzung potenziell kritisch auf das Ergebnis auswirken, auch wenn sich die bestehenden geopolitischen Risiken graduell verschärft haben. Aus dem konzernweiten Früherkennungssystem wie auch nach Einschätzung des Konzernvorstands waren im aktuellen Prognosezeitraum 2026 keine Risiken absehbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Konzerns gefährden. Diese drohen auch nicht in absehbarer Zukunft. Die Einschätzung eines stabilen bis positiven Ausblicks spiegelt sich auch in den Kredit-Ratings wider.