Erläuterungen zur Bilanz

22 Immaterielle Vermögenswerte

Übersicht
MIO € Selbst
erstellte
immaterielle
Vermögens-werte
Erworbene
Marken-
namen
Erworbene
Kunden-
stämme
Sonstige
erworbene
immaterielle
Vermögens-
werte
Firmenwerte Geleistete
Anzahlungen
und
immaterielle
Vermögens-
werte in
Entwicklung
Gesamt
Anschaffungskosten am 1. Januar 2024 1.221 535 534 1.770 14.063 265 18.390
Kumulierte Abschreibungen -911 -441 -77 -1.378 -1.056 -4 -3.867
Buchwert am 1. Januar 2024 310 95 457 392 13.007 261 14.523
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 0 0 0 20 0 20
Zugänge 58 0 0 31 0 166 255
Umbuchungen 70 0 0 100 0 -121 49
Abgänge -4 0 0 -2 0 -6 -13
Währungsumrechnungsdifferenzen 1 2 10 3 296 0 312
Abschreibungen -92 -6 -34 -141 0 0 -273
Buchwert am 31. Dezember 2024 343 90 433 383 13.323 301 14.873
Anschaffungskosten am 1. Januar 2025 1.306 558 546 1.782 14.395 305 18.892
Kumulierte Abschreibungen -963 -467 -113 -1.399 -1.072 -4 -4.019
Buchwert am 1. Januar 2025 343 90 433 383 13.323 301 14.873
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 6 7 106 5 458 7 589
Zugänge 65 0 1 41 0 158 264
Umbuchungen 170 0 0 75 0 -209 36
Abgänge -10 -20 0 -4 -47 -7 -89
Währungsumrechnungsdifferenzen -2 -4 -8 -11 -576 0 -601
Abschreibungen -111 -5 -37 -148 0 0 -300
Zuschreibungen 0 0 0 0 0 0 0
Buchwert am 31. Dezember 2025 461 68 495 341 13.158 250 14.772
Anschaffungskosten am 31. Dezember 2025 1.477 512 645 1.732 14.190 254 18.811
Kumulierte Abschreibungen -1.017 -444 -151 -1.391 -1.032 -4 -4.039

Angaben zu den in den Abschreibungen enthaltenen Wertminderungen finden sich unter Textziffer 16.

Die Firmenwertzugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen betreffen mit 215 MIO € SDS Holdings, mit 140 MIO € CRYOPDP, mit 41 MIO € IDS, mit 30 MIO € ASMO sowie mit 27 MIO € Inmar, Textziffer 2. Unter den erworbenen immateriellen Vermögenswerten werden erworbene Software, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte ausgewiesen. Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte betreffen Entwicklungskosten für selbst erstellte Software.

Firmenwertallokation auf Cash Generating Units (CGU)

Für Zwecke des jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstests nach IAS 36 ermittelt der Konzern den erzielbaren Betrag einer CGU bzw. einer Gruppe von CGUs auf Basis eines Nutzungswerts (Value-in-Use-Konzept). Diese Berechnungen beruhen auf Prognosen von Free Cashflows, die zunächst mit einem Kapitalkostensatz nach Steuern diskontiert werden. Diskontierungszinssätze vor Steuern werden auf Basis eines iterativen Prozesses ermittelt.

FIRMENWERTALLOKATION
MIO € 31. Dez. 2024 31. Dez. 2025
Express 3.908 3.881
Global Forwarding, Freight    
Global Forwarding 5.511 5.112
Freight 283 281
Supply Chain 2.176 2.539
eCommerce 470 410
Post & Paket Deutschland 973 933
Gesamtfirmenwert 13.323 13.158

Die Cashflow-Prognosen basieren auf vom Management verabschiedeten Detailplanungen für das EBIT, Abschreibungen, Investitionen sowie der Entwicklung des Net Working Capital und berücksichtigen unternehmensinterne Erfahrungswerte sowie externe ökonomische Rahmendaten. Die Cashflow-Prognosen der CGUs sind von bestehenden geopolitischen Unsicherheiten und makroökonomischen Rahmenbedingungen geprägt. Für den Expressmarkt und die Frachtlogistik wird ein moderates bzw. verhaltenes Wachstum erwartet. Der Kontraktlogistikmarkt wird seinen langfristigen Wachstumstrend im Jahr 2026 voraussichtlich fortsetzen. Für das eCommerce Geschäft wird davon ausgegangen, dass das Wachstum auch vor dem Hintergrund veränderter Zoll- und Handelspolitik anhält. Risiken im Zusammenhang mit volatilen Rohstoffpreisen, insbesondere Veränderungen von Treibstoffpreisen (Kerosin, Diesel und Schiffstreibstoffe) werden in den meisten CGUs weitgehend über operative Maßnahmen (Treibstoffzuschläge) an die Kundschaft weitergegeben und sind dementsprechend in den Prognosen reflektiert. Die zur Erreichung der Ziele zur Reduzierung der Emissionen bis 2030 vorgesehenen Ausgaben für Dekarbonisierungsmaßnahmen, um die Nutzung nachhaltiger Kraftstoffe und Technologien in Flotten und Gebäuden auszubauen, wurden in den Cashflow-Prognosen berücksichtigt ebenso wie mögliche Einnahmen aus der Möglichkeit der Kunden, zusammen mit Transportdienstleistungen im Rahmen von GoGreen Plus bzw. Offsetting CO₂-Kompensationen mitzuerwerben.

Methodisch umfasst die Detailplanungsphase einen dreijährigen Planungszeitraum von 2026 bis 2028. Abweichend hiervon wurde für die CGU eCommerce eine verlängerte Planungsphase von fünf Jahren angesetzt. Der Unternehmensbereich eCommerce befindet sich noch nicht im eingeschwungenen Zustand. Dies spiegelt die relativ hohen Investitionen in den nächsten drei Jahren wider, die voraussichtlich ein erhebliches zukünftiges Wachstum ermöglichen werden, wobei sich diese Vorteile nach und nach auch im EBIT niederschlagen. Es wird erwartet, dass der stabile Zustand im Jahr 2030 erreicht wird. Für den Wertbeitrag ab 2029 bzw. für den Wertbeitrag nach der verlängerten Planungsphase wird die Planung um die ewige Rente ergänzt. Diese wird über eine langfristige Wachstumsrate ermittelt, die für jede CGU bzw. jede Gruppe von CGUs einzeln festgelegt wird und deren Höhe der untenstehenden Tabelle entnommen werden kann. Die angesetzten Wachstumsraten orientieren sich am langfristigen realen Wachstum der relevanten Volkswirtschaften, an den Wachstumserwartungen der einschlägigen Branchen und an den langfristigen Inflationserwartungen in jenen Ländern, in denen die jeweilige CGU bzw. die Gruppen von CGUs ihre Geschäftstätigkeit ausüben. Den Cashflow-Prognosen liegen sowohl Erfahrungen aus der Vergangenheit als auch Einflüsse aus der zukünftig erwarteten generellen Marktentwicklung zugrunde. Außerdem werden für die Prognosen das Wachstum der jeweiligen geografischen Teilmärkte und des Welthandels sowie die zunehmende Auslagerung der Logistikaktivitäten berücksichtigt. Die prognostizierte Entwicklung der Kosten für das Transportnetzwerk und Dienstleistungen hat ebenfalls einen Einfluss auf den Nutzungswert. Eine für den Impairment-Test wesentliche Planungsannahme ist zudem die EBIT-Marge in der ewigen Rente.

Der Kapitalkostensatz vor Steuern basiert auf dem Konzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital). Den Diskontierungszinssatz (vor Steuern) für die wesentliche CGU bzw. Gruppe von CGUs sowie die für die ewige Rente unterstellten jeweiligen Wachstumsraten zeigt folgende Tabelle:

  Diskontierungszinssatz Wachstumsrate
% 2024 2025 2024 2025
Express 11,1 10,6 2,0 2,0
Global Forwarding, Freight        
Global Forwarding 10,6 9,5 2,5 2,5
Freight 11,2 9,8 2,0 2,0
Supply Chain 10,4 9,7 2,5 2,5
eCommerce 9,6 9,3 1,5 1,5
Post & Paket Deutschland 8,3 6,7 0,5 0,5

Auf Basis dieser Annahmen und der durchgeführten Werthaltigkeitstests für die einzelne CGU bzw. Gruppe von CGUs, denen ein Firmenwert zugeordnet wurde, wurde festgestellt, dass die erzielbaren Beträge bei sämtlichen CGUs bzw. Gruppen von CGUs die entsprechenden Buchwerte der jeweiligen CGU bzw. Gruppen von CGUs übersteigen. Ein Wertminderungsbedarf für Firmenwerte wurde zum 31. Dezember 2025 für keine CGU bzw. Gruppe von CGUs festgestellt.

Im Rahmen des Impairment-Tests hat DHL Group nach den Anforderungen des IAS 36.134 für einzelne CGU bzw. Gruppen von CGUs Sensitivitätsanalysen für möglich gehaltene Änderungen der EBIT-Marge, des Diskontierungszinssatzes und der Wachstumsrate durchgeführt. Ein Abwertungsrisiko des Firmenwerts ließ sich auch auf Basis dieser Analysen bei Variation der wesentlichen Bewertungsparameter innerhalb angemessener Bandbreiten nicht erkennen.

23 Sachanlagen

Übersicht Sachanlagen inklusive Nutzungsrechten
MIO € Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen IT-, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung Flugzeuge Transport-ausstattung Geleistete Anzahlungen
und Anlagen
im Bau
Gesamt
Anschaffungskosten 1. Januar 2024 23.183 8.738 2.559 10.691 5.686 1.930 52.788
Kumulierte Abschreibungen -9.405 -4.802 -1.836 -4.028 -2.698 -1 -22.769
Buchwert 1. Januar 2024 13.777 3.936 724 6.663 2.988 1.930 30.018
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 8 2 2 0 2 0 14
Zugänge 2.394 314 164 574 978 1.581 6.005
Umbuchungen 545 802 104 541 102 -2.139 -45
Abgänge -344 -26 -10 -92 -73 -40 -584
Währungsumrechnungsdifferenzen 141 53 6 242 25 23 491
Abschreibungen -1.983 -565 -253 -898 -747 0 -4.447
Zuschreibungen 1 0 0 0 0 1 2
Buchwert 31. Dezember 2024 14.539 4.516 736 7.031 3.276 1.356 31.454
Anschaffungskosten 1. Januar 2025 25.318 9.619 2.675 11.350 6.302 1.355 56.619
Kumulierte Abschreibungen -10.779 -5.102 -1.939 -4.320 -3.026 0 -25.165
Buchwert 1. Januar 2025 14.539 4.516 736 7.031 3.276 1.356 31.454
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 130 75 6 0 3 14 228
Zugänge 2.372 270 147 1.075 850 1.516 6.230
Umbuchungen 427 546 105 512 112 -1.748 -46
Abgänge -551 -138 -16 -92 -139 -34 -970
Währungsumrechnungsdifferenzen -397 -133 -27 -675 -68 -69 -1.369
Abschreibungen -2.042 -608 -241 -892 -782 0 -4.566
Zuschreibungen 14 2 0 0 2 0 17
Buchwert 31. Dezember 2025 14.492 4.529 710 6.958 3.253 1.035 30.977
Anschaffungskosten 31. Dezember 2025 26.249 9.867 2.590 11.226 6.457 1.036 57.425
Kumulierte Abschreibungen -11.757 -5.339 -1.880 -4.268 -3.204 -1 -26.448

Angaben zu den Nutzungsrechten an Vermögenswerten finden sich unter Textziffer 42. Das Sachanlagevermögen verringerte sich trotz Investitionen aufgrund von negativen Währungseffekten und höheren Abschreibungen.

In den Zugängen zur Transportausstattung sind Mehrausgaben für die Elektrifizierung der Straßenflotte in der Abholung und Zustellung von 149 MIO € (Vorjahr: 170 MIO €) enthalten. Die zusätzlichen Ausgaben für Investitionen in Technologien, um neue Gebäude klimaneutral zu gestalten, betragen 39 MIO € (Vorjahr: 34 MIO €).

Unter den geleisteten Anzahlungen werden Anzahlungen für Sachanlagen nur dann ausgewiesen, wenn im Rahmen eines schwebenden Geschäfts Vorleistungen seitens des Konzerns erbracht wurden. Sie entfallen insbesondere auf die Erneuerung der Express-Flugzeugflotte.

24 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich vorwiegend um vermietete Erbbaurechtgrundstücke, bebaute und unbebaute Grundstücke. Von den zum 31. Dezember 2025 ausgewiesenen Immobilien in Höhe von 77 MIO € (Vorjahr: 9 MIO €) handelte es sich mit 4 MIO € um Nutzungsrechte (Vorjahr: 4 MIO €). Der Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betrug 100 MIO €.

MIO € 2024 2025
Anschaffungskosten am 1. Januar 21 16
Kumulierte Abschreibungen -8 -7
Buchwert am 1. Januar 13 9
Übertragungen -4 69
Buchwert 31. Dezember 9 77
Anschaffungskosten am 31. Dezember 16 84
Kumulierte Abschreibungen -7 -7

Die Übertragungen aus dem Vorratsvermögen betreffen im Geschäftsjahr 2025 im Wesentlichen Gebäude in China, bei denen sich die Nutzungsabsicht geändert hat. Es handelt sich um ein Pachtgrundstück mit Gebäuden zur Erzielung von Mieteinnahmen.

25 Beteiligungen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen erhöhte sich um 28 MIO € auf 61 MIO €. Ursächlich hierfür war die Änderung der Einbeziehungsart von ASMO, Textziffer 2, und der sich hieraus ergebende Ertrag aus der Übergangskonsolidierung in Höhe von 67 MIO € im Juni 2025. Dem standen negative Effekte aus den laufenden at-Equity-Bewertungen gegenüber.

Der Anstieg des Buchwerts der assoziierten Gesellschaften resultiert überwiegend aus dem Zugang von Evri (Project EdgeTopco Limited), Textziffer 2, mit 780 MIO € und AJ Express Ltd. mit 44 MIO €. Der Abgang bei den Gemeinschaftsunternehmen entfällt auf die polnische Gesellschaft APM Solutions. Mit dem Erwerb der Restanteile von 51 % im Oktober 2025 änderte sich die Einbeziehungsart zum vollkonsolidierten Unternehmen.

Die Entwicklung des Konzernbuchwerts sowie ausgewählte Finanzdaten der Unternehmen zeigt die untenstehende Tabelle:

  Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen Gesamt
MIO € 2024 2025 2024 2025 2024 2025
Stand 1. Januar 76 55 28 42 104 97
Zugänge 0 824 15 19 15 843
Abgänge -2 -14 0 -36 -2 -51
Änderungen des anteiligen Eigenkapitals            
Erfolgswirksame Änderungen -21 -5 -1 -1 -22 -6
Gewinnausschüttungen -1 0 0 -1 -1 -2
Erfolgsneutrale Änderungen 3 -5 0 -1 3 -6
Stand 31. Dezember 55 854 42 21 97 875
Aggregierte Finanzdaten            
Ergebnis nach Ertragsteuern -21 -5 -1 -1 -22 -6
Sonstiges Ergebnis 3 -5 0 -1 3 -6
Gesamtergebnis -18 -10 -1 -2 -19 -12

Die Beteiligung an Evri wurde am 30. September 2025 erworben und wird seitdem als assoziiertes, nach der Equity Methode bilanziertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Evri hat ein von DHL Group abweichendes Wirtschaftsjahr, das im Februar endet. Zum Aufstellungszeitpunkt lag von Evri ausschließlich der vorläufige Abschluss zum Erwerbszeitpunkt vor, Textziffer 2.1, der der Bewertung zum 31. Dezember 2025 ebenfalls zugrunde gelegt wurde. Wesentliche außerordentliche Geschäftsvorfälle bis zum 31. Dezember 2025 sind nicht bekannt. Die erfolgsneutrale Änderung der im Folgenden dargestellten Überleitung des Konzernbuchwertes auf den 31. Dezember 2025 betrifft die Währungsumrechnung des Beteiligungsbuchwerts.

Evri (Project Edge Topco Limited)
MIO € Beizulegender Zeitwert
Beteiligungsbuchwert zum 30. September 2025 780
Erfolgsneutrale Änderung 1
Beteiligungsbuchwert zum 31. Dezember 2025 781

26 Finanzielle Vermögenswerte

  Langfristig Kurzfristig Gesamt
MIO € 2024 2025 2024 2025 2024 2025
Schuldinstrumente (Darlehen und Forderungen) – zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC) 340 599 564 1.151 904 1.750
Schuldinstrumente – erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL) 385 382 53 553 437 935
Eigenkapitalinstrumente – erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL) 1 1 0 0 1 1
Eigenkapitalinstrumente – erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTOCI) 38 40 0 0 38 40
Derivate mit/ohne Hedge-Accounting 76 26 196 73 271 99
Leasingvermögenswerte 671 737 201 189 871 926
Finanzielle Vermögenswerte 1.511 1.785 1.013 1.966 2.524 3.751

Die finanziellen Vermögenswerte sind durch ein Darlehen an eine Gesellschaft des Pensionsfonds in Deutschland durch die Deutsche Post AG sowie durch neue kurzfristige Festgeldanlagen und Anlagen in Geldmarktfonds gestiegen. Die Derivate haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert, da die kurzfristigen Derivate im Jahr 2025 realisiert wurden.

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Schuldinstrumente und Leasingvermögenswerte sind hinsichtlich eines zu erwartenden Kreditverlusts zu untersuchen. Auf Basis des Expected-Credit-Loss-Modells (Wertminderungsmodell) ist eine entsprechende Risikovorsorge für den erwarteten Kreditverlust zu bilden. Zum Bilanzstichtag waren diese Finanzinstrumente in Stufe 1 zu erfassen. Zum Stichtag gab es, bis auf 4 MIO € Wertminderungen, keine weiteren Anzeichen für eine schlechte Performance der Schuldinstrumente und Leasingvermögenswerte. Eine Umgliederung innerhalb der Stufen erfolgte im Geschäftsjahr nicht. Die nachfolgende Tabelle dokumentiert die Risikovorsorge für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Schuldinstrumente mit 1.750 MIO € (Vorjahr: 904 MIO €) und Leasingvermögenswerte mit 926 MIO € (Vorjahr: 871 MIO €).

STUFE 1–ZWÖLF-MONATS-ECL
MIO € Bruttobuchwert Risikovorsorge Nettobuchwert
Stand 1. Januar 2024 1.542 -33 1.509
Neu ausgereichte finanzielle Vermögenswerte 1.376   1.376
Abgang -1.095   -1.095
Auflösung Risikovorsorge   25 25
Zuführung Risikovorsorge   -30 -30
Währungsumrechnungsdifferenzen -1   -1
Änderung Konsolidierungskreis/Umbuchungen -7   -7
Stand 31. Dezember 2024/1. Januar 2025 1.815 -38 1.777
Neu ausgereichte finanzielle Vermögenswerte 2.291   2.291
Wertminderung -4   -4
Abgang -1.182   -1.182
Auflösung Risikovorsorge   30 30
Zuführung Risikovorsorge   -32 -32
Währungsumrechnungsdifferenzen -136   -136
Änderung Konsolidierungskreis/Umbuchungen -70   -70
Stand 31. Dezember 2025 2.715 -40 2.676

Die Cashflows der oben aufgeführten Schuldinstrumente wurden im Geschäftsjahr weder modifiziert noch wurden Modelländerungen zur Ableitung von Risikoparametern durchgeführt.

Die Leasingvermögenswerte betreffen im Wesentlichen Forderungen aus bestimmten eingebetteten Untermietverhältnissen für Lagerhäuser, Textziffer 7. Die Nominalwerte der ausstehenden Leasingzahlungen weisen folgende Fälligkeiten auf:

FÄLLIGKEITEN UNDISKONTIERTER LEASINGZAHLUNGEN
MIO € 2024 2025
Bis 1 Jahr 201 189
Über 1 Jahr bis 2 Jahre 199 204
Über 2 Jahre bis 3 Jahre 153 174
Über 3 Jahre bis 4 Jahre 127 147
Über 4 Jahre bis 5 Jahre 102 120
Über 5 Jahre 210 263
Summe undiskontierter Leasingzahlungen 991 1.098
Enthaltener Zinsanteil über die Gesamtlaufzeit -120 -172
Forderung aus Leasing 871 926
Kurzfristig 201 189
Langfristig 671 737

Weitere Angaben zum Leasing finden sich unter Textziffer 42.

27 Sonstige Vermögenswerte

MIO € 2024 2025
Rechnungsabgrenzungen 1.197 1.290
Steuerforderungen 714 730
Pensionsvermögen, ausschließlich langfristig 209 276
Vertragsvermögenswerte 114 151
Erstattungsfähige Anlaufkosten, ausschließlich langfristig 149 126
Abgegrenzte sonstige Erträge 130 101
Forderungen aus Versicherungsbelangen 91 63
Sonstige Vermögenswerte aus Versicherungsverträgen 60 46
Forderungen an Mitarbeiter 27 22
Emissionszertifikate 45 20
Andere Vermögenswerte, davon langfristig: 108 (Vorjahr: 80) 235 389
Sonstige Vermögenswerte 2.970 3.213
Kurzfristig 2.532 2.702
Langfristig 438 511

Die Steuerforderungen betreffen mit 473 MIO € (Vorjahr: 506 MIO €) Umsatzsteuer, mit 198 MIO € (Vorjahr: 158 MIO €) Zölle und Abgaben sowie mit 58 MIO € (Vorjahr: 51 MIO €) sonstige Steuerforderungen.

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält neben einer Vielzahl von kleineren Sachverhalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Rentenbeiträge mit 260 MIO € (Vorjahr: 253 MIO €), für Transportaufwendungen mit 230 MIO € (Vorjahr: 319 MIO €) sowie für Versicherungsprämien mit 153 MIO € (Vorjahr: 147 MIO €).

Das Pensionsvermögen ist insbesondere aufgrund von Neubewertungen in Großbritannien gestiegen, Textziffer 37.

Bei den Emissionszertifikaten handelt es sich um Buchwerte der im Rahmen der Emissionshandelssysteme in der EU und Großbritannien gehaltenen Zertifikate.

In den anderen Vermögenswerten ist eine Vielzahl von Einzelsachverhalten enthalten.

28 Latente Steuern

AUFRISS NACH BILANZPOSTEN UND FÄLLIGKEIT
  31. Dez. 2024 31. Dez. 2025
MIO € Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 19 376 19 353
Sachanlagen 938 3.250 809 2.982
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 1 66 2 50
Sonstiges langfristiges Vermögen 26 81 49 59
Übriges kurzfristiges Vermögen 114 117 123 119
Rückstellungen 753 90 525 123
Finanzschulden 2.142 51 1.955 55
Übrige Verbindlichkeiten 333 18 372 30
Steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften 611   404  
Bruttobetrag 4.939 4.049 4.258 3.771
Kurzfristig 929 531 877 592
Langfristig 4.010 3.516 3.381 3.179
Saldierung -3.638 -3.638 -3.229 -3.229
Bilanzansatz 1.301 411 1.028 542
ENTWICKLUNG DER LATENTEN STEUERN
MIO € 2024 2025
Stand der aktiven/passiven latenten Steuern am 1. Januar 1.025 890
In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasste Ertragsteuern -100 -210
Veränderungen von Posten im sonstigen Ergebnis -46 -133
Erfolgsneutrale Zu- und Abgänge infolge von Akquisitionen 2 12
Sonstiges (im Wesentlichen Unterschiede aus Währungsumrechnung) 9 -73
Stand der aktiven/passiven latenten Steuern am 31. Dezember 890 486

Für voraussichtlich nicht nutzbare Verlustvorträge in Höhe von 1.130 MIO € (Vorjahr: 1.195 MIO €) wurden keine latenten Steuern gebildet. Davon entfallen 307 MIO € (Vorjahr: 448 MIO €) auf Verlustvorträge US-amerikanischer Tochtergesellschaften für State Taxes. Die Verlustvorträge, auf die keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden, verfallen nicht vor dem Jahr 2031. Des Weiteren wurden für voraussichtlich nicht nutzbare temporäre Wertdifferenzen in Höhe von 85 MIO € (Vorjahr: 95 MIO €) keine aktiven latenten Steuern gebildet.

Für aufgelaufene Ergebnisse der Tochterunternehmen wurden in Höhe von 953 MIO € (Vorjahr: 772 MIO €) keine latenten Steuern gebildet, da es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht abbauen werden.

29 Vorräte

MIO € 2024 2025
Fertige Erzeugnisse und Waren 437 323
Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 386 377
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 302 305
Geleistete Anzahlungen 21 6
Vorräte 1.146 1.010

Die Veränderungen der fertigen und unfertigen Erzeugnisse betreffen im Wesentlichen Immobilienentwicklungsprojekte. Wertminderungen wurden in angemessenem Umfang berücksichtigt.

30 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Aus Kundenbeziehungen bestanden zum Bilanzstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 11.305 MIO € (Vorjahr: 11.198 MIO €), die innerhalb eines Jahres fällig sind. Sie werden primär mit der Zielsetzung gehalten, den Nominalwert der Forderungen zu vereinnahmen. Damit sind sie dem Geschäftsmodell „Halten zur Vereinnahmung vertraglicher Cashflows“ zuzuordnen und zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

ENTWICKLUNG DER FORDERUNGEN
MIO € 2024 2025
Bruttoforderungen    
Stand 1. Januar 10.797 11.433
Veränderungen 636 94
Stand 31. Dezember 11.433 11.527
Wertminderungen    
Stand 1. Januar -260 -235
Veränderungen 25 14
Endstand 31. Dezember -235 -222
Bilanzwert 31. Dezember 11.198 11.305

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind abgegrenzte Umsätze in Höhe von 1.091 MIO € (Vorjahr: 1.069 MIO €) enthalten.

Ausfallraten

Die nachfolgende Tabelle gewährt einen Überblick über die Bandbreite der Ausfallraten, die im Konzern für das abgelaufene Geschäftsjahr zur Anwendung kamen.

BANDBREITE DER AUSFALLRATEN
  31. Dez. 2024 31. Dez. 2025
  Bruttobuchwert
MIO €
Ausfallrate 2024
%
Bruttobuchwert
MIO €
Ausfallrate 2025
%
0 bis 60 Tage 10.008 0,05–1,1 10.249 0,03–1,4
61 bis 120 Tage 951 0,6–28,0 835 0,6–24,3
121 bis 180 Tage 121 6,0–57,0 126 6,0–43,0
181 bis 360 Tage 134 15,0–97,0 117 17,0–100,0
Über 360 Tage 219 80,0–100,0 200 80,0–100,0
  11.433   11.527  

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ausgebucht, wenn nach angemessener Einschätzung keine Realisierbarkeit mehr gegeben ist.

Factoring

Im Geschäftsjahr 2025 bestanden keine wesentlichen Factoring-Transaktionen, auf deren Basis die Banken zum Ankauf bestehender und zukünftiger Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verpflichtet waren.

31 Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente

MIO € 2024 2025
Bankguthaben1 2.939 2.916
Zahlungsmitteläquivalente1 612 388
Kassenbestand 8 15
Sonstige flüssige Mittel 59 57
Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.619 3.376
1 Umgliederung von Sichteinlagen aus „Zahlungsmitteläquivalente“ in „Bankguthaben“. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Von den 3.376 MIO € flüssigen Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten waren zum Bilanzstichtag 1.494 MIO € (Vorjahr: 1.477 MIO €) für den Konzern nur eingeschränkt verfügbar. Davon entfielen 1.475 MIO € (Vorjahr: 1.429 MIO €) auf Länder mit Devisenverkehrskontrollen oder anderen gesetzlichen Einschränkungen (im Wesentlichen China, Indien und Thailand) und 18 MIO € (Vorjahr: 48 MIO €) hauptsächlich auf Unternehmen mit nicht beherrschenden Anteilseignern.

32 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten

  Vermögenswerte Verbindlichkeiten
MIO € 2024 2025 2024 2025
Geplanter Abgang von DHL eCommerce Portugal - Segment eCommerce 20 18 14 14

Geplanter Abgang von Fahrzeugen - Segment Global Forwarding,

Freight; Segment Express

0 17 0 0
Sonstiges 3 4 0 0
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 23 39 14 14
Geplanter Verkauf von DHL eCommerce Portugal

Im Dezember 2024 haben die spanische DHL eCommerce und die portugiesische CTT Expresso eine strategische Partnerschaft geschlossen, mit dem Ziel das Wachstumspotenzial im E-Commerce und Paketmarkt in Spanien und Portugal zu nutzen. Zu diesem Zweck werden die Unternehmen spezialisierte Joint Ventures gründen. Hierfür wird DHL eCommerce 100 % der Anteile von DHL Parcel Portugal an das neue Joint Venture verkaufen. Die Vermögenswerte und Schulden wurden zum 31. Dezember 2024 in die Bilanzposten „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ und „Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten“ umgegliedert. Die Veräußerungsabsicht besteht zum 31. Dezember 2025 weiterhin, jedoch konnte die Transaktion nicht innerhalb der ursprünglich erwarteten Frist von zwölf Monaten abgeschlossen werden. Die Verzögerung ist auf die noch ausstehenden behördlichen Genehmigungen zurückzuführen. DHL eCommerce verfolgt weiterhin aktiv die Veräußerung und erwartet den Abschluss der Transaktion, sobald die behördlichen Genehmigungen vorliegen. Die Vermögenswerte werden weiterhin zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Wertminderungen wurden nicht vorgenommen.

33 Gezeichnetes Kapital und Erwerb eigener Anteile

Am 31. Dezember 2025 betrug der Anteil der KfW am Grundkapital der Deutsche Post AG 17,73 % (Vorjahr: 16,99 %). Im Streubesitz befanden sich zum Bilanzstichtag 79,60 % (Vorjahr: 79,11 %) des Aktienbestandes; die restlichen 2,67 % (Vorjahr: 3,90 %) der Aktien sind im Besitz der Deutsche Post AG. Die KfW ist größte Aktionärin der Deutsche Post AG und hält die Anteile treuhänderisch für die Bundesrepublik Deutschland.

Entwicklung des gezeichneten Kapitals

Der Vorstand hat am 26. September 2025 die Herabsetzung des Grundkapitals um 50 MIO € durch Einziehung von 50 MIO eigenen Aktien, die die Gesellschaft aufgrund der ihr von den Hauptversammlungen vom 6. Mai 2021, vom 4. Mai 2023 sowie vom 2. Mai 2025 erteilten Ermächtigungen erworben hatte, beschlossen. Das Grundkapital besteht nun aus 1.150.000.000 (Vorjahr: 1.200.000.000) auf den Namen lautenden Stückaktien (Stammaktien) mit einem auf die einzelne Aktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1 € und ist voll eingezahlt. Das gezeichnete Kapital beträgt somit 1.150 MIO €.

ENTWICKLUNG GEZEICHNETES KAPITAL UND EIGENE ANTEILE
MIO € 2024 2025
Gezeichnetes Kapital    
Stand 1. Januar 1.239 1.200
Kapitalherabsetzung durch Einziehung eigener Anteile -39 -50
Stand 31. Dezember 1.200 1.150
Eigene Anteile    
Stand 1. Januar -58 -47
Erwerb eigener Anteile -31 -37
Einziehung eigener Anteile 39 50
Ausgabe/Verkauf eigener Anteile 4 3
Stand 31. Dezember -47 -31
Gesamt zum 31. Dezember 1.153 1.119
Genehmigtes und bedingtes Kapital

Die Satzung ist auf der Internetseite der Gesellschaft und im elektronischen Unternehmensregister abrufbar. Sie kann ferner im Handelsregister des Amtsgerichts Bonn eingesehen werden.

GENEHMIGTES KAPITAL
  Ursprüngliche Anzahl Stückaktien
MIO
Zum 31. Dez. 2025 noch ausgebbare Stückaktien
MIO
Inanspruchnahme im Geschäftsjahr Zweck
Genehmigtes Kapital 2025
(Hauptversammlung vom 2. Mai 2025)1
150 150 Nein Erhöhung Grundkapital gegen Bar-/Sacheinlage
(Ermächtigung bis 1. Mai 2030)
1 Das Genehmigte Kapital 2021 wurde ersetzt.
BEDINGTES KAPITAL
  Ursprüngliche Anzahl Bezugsrechte
MIO Stück
Ausstehende Bezugsrechte zum 31. Dez. 2025
Stück
Noch ausgebbare Bezugsrechte zum 31. Dez. 2025
Stück
Zweck
Bedingtes Kapital 2022/1
(Hauptversammlung vom 6. Mai 2022)
20 8.064.576 - Ausgabe von Bezugsrechten (PSU) an Führungskräfte
(Ermächtigung erloschen am 1. September 2025)
Bedingtes Kapital 2022/2
(Hauptversammlung vom 6. Mai 2022)
40   40.000.000 Ausgabe von Options-/Wandlungsrechten
(Ermächtigung bis 5. Mai 2027)
Bedingtes Kapital 2025
(Hauptversammlung vom 2. Mai 2025)
25 3.133.950 21.866.050 Ausgabe von Bezugsrechten (PSU) an Führungskräfte
(Ermächtigung bis 1. Mai 2030)
Summe 85 11.198.526 61.866.050  
Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien

Die Gesellschaft ist mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 2. Mai 2025 ermächtigt, bis zum 1. Mai 2030 eigene Aktien in einem Umfang bis zu 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung sieht vor, dass der Vorstand sie zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck ausüben kann, insbesondere zur Verfolgung der im Beschluss der Hauptversammlung genannten Ziele. Der Vorstand ist darüber hinaus ermächtigt, eigene Aktien in einem Umfang von bis zu 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben. Die bisherigen Beschlussfassungen vom 4. Mai 2023 und die bis zum 3. Mai 2028 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurden für die Zeit ab Wirksamwerden der neuen Ermächtigung aufgehoben.

Aktienrückkaufprogramm

Der Vorstand der Deutsche Post AG hatte im Februar 2022 beschlossen, ein Aktienrückkaufprogramm in einer Größenordnung von bis zu 50 MIO Aktien zu einem Gesamtkaufpreis von bis zu 2 MRD € durchzuführen. Das Aktienrückkaufprogramm wurde mehrfach erweitert, zuletzt am 18. Februar 2025 auf eine Gesamtanzahl von bis zu 210 MIO Aktien und einen Gesamtkaufpreis von bis zu 6 MRD € mit einer Gesamtlaufzeit bis spätestens Dezember 2026. Die zurückgekauften Aktien sollen entweder eingezogen, für die Bedienung von langfristigen Vergütungsprogrammen für Führungskräfte bzw. Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen oder für die Erfüllung möglicher Verpflichtungen aufgrund der Ausübung von Rechten aus möglichen künftigen Wandelschuldverschreibungen genutzt werden.

Auf Grundlage der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 2. Mai 2025 hat der Vorstand beschlossen, zur Umsetzung des Rückkaufprogramms in der Fassung des Beschlusses des Vorstands vom 18. Februar 2025 eine weitere Tranche (Tranche IX) zum Rückerwerb von bis zu 20 MIO Aktien mit einem Gesamtvolumen von bis zu 600 MIO € in der Zeit vom 1.  Dezember 2025 bis spätestens 15. April 2026 durchzuführen.

Im Geschäftsjahr 2025 wurden 35,9 MIO Aktien für insgesamt 1.376 MIO € zurückgekauft. Seit April 2022 wurden insgesamt 115,9 MIO Aktien erworben. Dies entspricht einem Gesamtvolumen von ca. 4,5 MRD €.

Detaillierte Angaben zu den einzelnen Tranchen sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

TRANCHEN DES AKTIENRÜCKKAUFPROGRAMMS 2022/2026
  Gesamtvolumen
MIO €
Maximallaufzeit Rückkauf
Stück
Rückkaufvolumen
MIO €
Durchschnittskurs
je Aktie €
Tranche I 800 8. April 2022 bis 7. November 2022 21.931.589 790 36,00
Tranche II 500 9. November 2022 bis 31. März 2023 12.870.144 500 38,85
Tranche III 500 26. Juni 2023 bis 31. Oktober 2023 11.664.906 500 42,86
Tranche IV 600 13. November 2023 bis 19. April 2024 13.887.118 600 43,21
Tranche V 600 9. Mai 2024 bis 30. Dezember 2024 15.784.696 600 38,01
Tranche VI 500 3. Dezember 2024 bis 30. Juni 2025 13.634.790 500 36,67
Tranche VII 500 18. März 2025 bis 30. Juni 2025 12.890.512 500 38,79
Tranche VIII 600 1. Juli 2025 bis 30. November 2025 13.198.601 510 38,61
Tranche IX 600 1. Dezember 2025 bis 15. April 2026 01 01 n. a.
Gesamt 5.200   115.862.356 4.500  
1 Bis zum 31. Dezember 2025.
Aktienbasierte Vergütungsprogramme

Weiterhin wurden zur Bedienung der SMS-Tranche 2024 eigene Anteile in Höhe von 1,2 MIO Stück für 51 MIO € Anschaffungskosten und einem Durchschnittskurs je Aktie von 42,04 € erworben. An die Führungskräfte wurden für die SMS-Tranche 2024 und die Matching-Share-Ansprüche aus der Tranche 2020 2,4 MIO Stück für 97 MIO € Anschaffungskosten und zu einem Durchschnittskurs je Aktie von 39,64 € ausgegeben.

Da die Performanceziele wie im Vorjahr nicht erreicht wurden, entfiel die Bedienung der PSP-Tranche 2021. Für die Bedienung der Ansprüche aus dem Employee Share Plan sind 0,4 MIO Aktien an die entsprechenden Führungskräfte ausgegeben worden. Mitarbeiter, die an dem myShares-Programm teilgenommen haben, bekamen 0,3 MIO Aktien.

Am 31. Dezember 2025 hielt die Deutsche Post AG 30.756.761 eigene Aktien (Vorjahr: 46.783.573).

Angaben zum unternehmerischen Kapital

Im Geschäftsjahr 2025 lag die Eigenkapitalquote (gesamtes Eigenkapital geteilt durch die Bilanzsumme) bei 31,9 % (Vorjahr: 34,6 %). Die Kontrolle des unternehmerischen Kapitals erfolgt über die Net Gearing Ratio, die definiert ist als Nettofinanzverschuldung dividiert durch das Gesamtkapital, wobei dies der Summe aus Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung entspricht.

UNTERNEHMERISCHES KAPITAL
MIO € 2024 2025
Finanzschulden 24.209 27.489
Abzüglich operativer Finanzschulden1 -939 -906
Abzüglich kurzfristiger finanzieller Vermögenswerte -1.013 -1.966
Zuzüglich operativer kurzfristiger finanzieller Vermögenswerte2 435 301
Abzüglich langfristiger derivativer Finanzinstrumente -76 -26
Abzüglich flüssiger Mittel und Zahlungsmitteläquivalente -3.619 -3.376
Nettofinanzverschuldung 18.998 21.516
Zuzüglich gesamtes Eigenkapital 24.210 22.623
Gesamtkapital 43.208 44.139
Net Gearing Ratio (%) 44,0 48,7
1 Betrifft im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Überzahlungen.
2 Betrifft im Wesentlichen Forderungen aus Nachnahmen, Debitorische Kreditoren, Forderungen aus Schadenersatz.

34 Rücklagen

34.1 Kapitalrücklage

MIO € 2024 2025
Stand 1. Januar 3.579 3.635
Veränderung durch aktienbasierte Vergütungsprogramme 17 5
Kapitalherabsetzung durch Einziehung eigener Anteile 39 50
Sonstiges 1 0
Stand 31. Dezember 3.635 3.690

34.2 Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten im Wesentlichen neben den Veränderungen durch Dividendenzahlungen, den Veränderungen durch Neubewertungen der Nettopensionsrückstellungen sowie der Einstellung des Konzernjahresergebnisses auch die Änderungen durch Kapitalerhöhungen bzw. -herabsetzungen, die im Folgenden näher erläutert werden:

KAPITALERHÖHUNG UND -HERABSETZUNG
MIO € 2024 2025
Aktienrückkauf 2022/2026 -1.070 -1.593
Veränderung durch aktienbasierte Vergütungsprogramme 87 108
Kapitalherabsetzung durch Einziehung eigener Anteile -39 -50
Sonstiges 5 0
Gesamt -1.017 -1.535

Die Tranche IX des Aktienrückkaufprogramms 2022/2026 mit einem Gesamtvolumen von bis zu 600 MIO € startete am 1.  Dezember 2025 und wird bis zum 15. April 2026 auf Basis einer unwiderruflichen Vereinbarung durch einen unabhängigen Finanzdienstleister durchgeführt. Die sich daraus ergebende Verpflichtung wurde zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses in voller Höhe zu Lasten der Gewinnrücklagen als finanzielle Verbindlichkeit erfasst. Da bis zum 31. Dezember 2025 keine Rückkäufe getätigt wurden, wurde die Verbindlichkeit ohne Minderung ausgewiesen. Die Verpflichtung der noch zu tätigenden Aktienkäufe nach dem 31. Dezember 2025 ist in Höhe von 600 MIO € berücksichtigt.

35 Aktionären der Deutsche Post AG zuzuordnendes Eigenkapital

Das den Aktionären der Deutsche Post AG zuzuordnende Eigenkapital im Geschäftsjahr 2025 beträgt 22.227 MIO € (Vorjahr: 23.793 MIO €).

Ausschüttungen

Für Ausschüttungen an die Aktionäre der Deutsche Post AG ist der Bilanzgewinn der Deutsche Post AG in Höhe von 7.905 MIO € (Vorjahr: 8.872 MIO €) nach deutschem Handelsrecht maßgeblich. Der Vorstand schlägt die Ausschüttung einer Dividende von 1,90 € je dividendenberechtigte Stückaktie (Vorjahr vorgeschlagen und ausgeschüttet: 1,85 €) vor. Dies entspricht einer Gesamtausschüttung von 2.123 MIO € (Vorjahr: 2.123 MIO €). Darüber hinaus wird vorgeschlagen aus dem Bilanzgewinn 1.000 MIO € (Vorjahr: 1.500 MIO €) in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Der nach Abzug der geplanten Dividendensumme und der Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen verbleibende Betrag von 4.782 MIO € (Vorjahr: 5.240 MIO €) soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Die endgültige Dividendensumme hängt von der Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns am Tag der Hauptversammlung ab.

AUSSCHÜTTUNG
  Summe Dividende
MIO €
Dividende je Aktie
Im Geschäftsjahr 2025 für das Jahr 2024 2.123 1,85
Im Geschäftsjahr 2024 für das Jahr 2023 2.169 1,85

36 Nicht beherrschende Anteile

Dieser Bilanzposten beinhaltet Ausgleichsposten für Anteile fremder Gesellschafter am konsolidierungspflichtigen Kapital aus der Kapitalkonsolidierung sowie die ihnen zustehenden Gewinne und Verluste. Die folgende Tabelle zeigt die Unternehmen, die die nicht beherrschenden Anteile betreffen:

MIO € 2024 2025
DHL Sinotrans International Air Courier Ltd., China 219 179
ASMO Advanced Logistics Services, Saudi-Arabien 0 49
Blue Dart Express Limited, Indien 45 43
DHL Aero Expreso S.A., Panama 37 39
PT. Birotika Semesta, Indonesien 16 34
DHL Global Forwarding (Vietnam) Corp., Vietnam 17 10
Monta Group, Niederlande 19 0
Andere Unternehmen 64 42
Nicht beherrschende Anteile 417 396

Bei folgenden zwei Gesellschaften bestehen wesentliche nicht beherrschende Anteile:

DHL Sinotrans International Air Courier Ltd. (Sinotrans), China, ist dem Segment Express zugeordnet. An dieser Gesellschaft ist DHL Group mit 50 % Kapitalanteil beteiligt. Trotz fehlender Stimmrechtsmehrheit wird die Gesellschaft vollkonsolidiert. Sinotrans ist im Bereich der nationalen und internationalen Express- und Transportdienstleistungen tätig. Die Gesellschaft ist vollständig in das weltweite DHL-Netzwerk eingebunden und ausschließlich für DHL Group tätig. Aufgrund der Vereinbarungen im Network-Agreement ist DHL Group in der Lage, sich bei den Entscheidungen bezüglich der relevanten Tätigkeiten durchzusetzen. Deshalb wird Sinotrans vollkonsolidiert, obwohl DHL Group nur 50 % der Kapitalanteile hält.

An der dem Segment eCommerce zugeordneten Blue Dart Express Limited (Blue Dart), Indien, ist die Deutsche Post AG mit 75 % Kapitalanteil beteiligt. Blue Dart ist im Bereich der Kurierdienstleistungen tätig.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die aggregierten Finanzdaten von Sinotrans und Blue Dart:

FINANZDATEN WESENTLICHER NICHT BEHERRSCHENDER ANTEILE
  Sinotrans Blue Dart
MIO € 2024 2025 2024 2025
Bilanz        
Langfristige Vermögenswerte 196 177 169 166
Kurzfristige Vermögenswerte 685 490 190 178
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 78 66 42 45
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 364 244 119 107
Nettovermögen 439 357 198 192
Nicht beherrschende Anteile 219 179 45 43
Gewinn-und-Verlust-Rechnung        
Umsatzerlöse 2.572 2.014 621 609
Ergebnis vor Ertragsteuern 474 383 39 35
Ergebnis nach Ertragsteuern 355 287 29 27
Sonstiges Ergebnis 12 -37 5 -28
Gesamtergebnis 367 250 34 -1
davon entfielen auf nicht beherrschende Anteile 184 125 8 0
An nicht beherrschende Anteile ausgeschüttete Dividende 200 166 2 1
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernjahresergebnis 177 143 7 7
Kapitalflussrechnung        
Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit 409 280 51 29
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -21 -32 -30 -5
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -424 -358 -24 -24

Das auf die nicht beherrschenden Anteile entfallende sonstige Ergebnis betrifft im Wesentlichen die Währungsumrechnungsrücklage. Die Entwicklung wird in der folgenden Tabelle gezeigt:

MIO € 2024 2025
Stand 1. Januar -19 -6
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen 0 0
Gesamtergebnis    
Veränderungen aus nicht realisierten Gewinnen und Verlusten 13 -45
Währungsumrechnungsrücklage zum 31. Dezember -6 -51

37 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die gewichtigsten leistungsorientierten Altersversorgungspläne des Konzerns bestehen in Deutschland und Großbritannien. Sonstige leistungsorientierte Altersversorgungspläne des Konzerns befinden sich in unterschiedlichen Ausprägungen in der Schweiz, den USA und einer Vielzahl von weiteren Ländern. Es gibt spezifische Risiken und Maßnahmen zu deren Begrenzung im Zusammenhang mit diesen Plänen.

37.1 Merkmale der Pläne

Deutschland

In Deutschland gibt es bei der Deutsche Post AG eine tarifvertraglich vereinbarte betriebliche Altersversorgung, die offen ist für neue Arbeitnehmer. Dabei werden jährlich in Abhängigkeit von Wochenarbeitszeit und Entgeltgruppe für jeden Arbeitnehmer Versorgungsbausteine gebildet und einem individuellen Versorgungskonto gutgeschrieben. Neu zugeteilte Bausteine enthalten jeweils eine Erhöhung um 2,5 % gegenüber dem Vorjahr. Mit Eintritt in die gesetzliche Rente kann der Arbeitnehmer wählen, ob er eine Einmal-/Ratenzahlung oder eine entsprechende lebenslange Monatsrente mit einer jährlichen Dynamik von 1 % erhalten möchte. Der weitaus größere Teil der Verpflichtungen der Deutsche Post AG betrifft Besitzstände von Arbeitnehmern aus einer Vorgängervereinbarung sowie Altzusagen von Ausgeschiedenen und Betriebsrentnern. Darüber hinaus gibt es Altersversorgungsregelungen für Führungskräfte unterhalb der Vorstandsebene und für bestimmte Mitarbeitergruppen insbesondere im Rahmen von Entgeltumwandlung. Zu den Altersversorgungsregelungen für den Vorstand siehe Textziffer 47.2.

Für die externe Finanzierung der entsprechenden Pensionsverpflichtungen der Deutsche Post AG besteht in erster Linie eine eigene Treuhandeinrichtung, in die auch ein Pensionsfonds eingebunden ist. Die Dotierung erfolgt bei der Treuhandeinrichtung fallweise im Einklang mit der Finanzstrategie des Konzerns, während beim Pensionsfonds die Einhaltung aufsichtsrechtlicher Dotierungsanforderungen grundsätzlich ohne zusätzliche Arbeitgeberbeiträge realisiert werden kann. Ein Teil des Planvermögens besteht aus Immobilien, die langfristig an den Konzern vermietet werden. Für einen Teil der Altzusagen wird daneben eine gemeinschaftliche Pensionskasse der Postnachfolgeunternehmen, die Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP), genutzt.

Bei den Tochtergesellschaften in Deutschland gibt es vereinzelte leistungsorientierte Altersversorgungspläne, die im Zusammenhang mit Akquisitionen und Betriebsübergängen erworben wurden und nicht für Neueintritte offen sind. Für eine Tochtergesellschaft besteht eine Treuhandvereinbarung zur externen Finanzierung.

Großbritannien

In Großbritannien sind die leistungsorientierten Altersversorgungsregelungen des Konzerns für Neueintritte und für weitere Dienstzeitzuwächse geschlossen.

Die leistungsorientierten Altersversorgungsregelungen des Konzerns in Großbritannien sind im Wesentlichen in einen einzigen sogenannten Group Plan mit verschiedenen Sektionen für die teilnehmenden Unternehmensbereiche integriert worden. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen über einen sogenannten Group Trust. Die Höhe von Arbeitgeber-Defizitbeiträgen ist in sogenannten Funding Valuations mit dem Treuhänder auszuhandeln; diese finden alle drei Jahre statt, zuletzt im Jahr 2024. Es fallen keine normalen Beiträge an, da die Regelungen geschlossen sind.

Sonstige

In der Schweiz erhalten die Beschäftigten aufgrund gesetzlicher Vorschriften eine betriebliche Altersversorgung, die sich nach den eingezahlten Beiträgen, einer jährlich festgelegten Verzinsung, bestimmten Verrentungsfaktoren und eventuell festgelegten Rentendynamisierungen bemisst. Für bestimmte höhere Vergütungsbestandteile gibt es einen separaten Plan, der Kapitalzahlungen anstatt Altersrenten vorsieht. In den USA sind die eigenen leistungsorientierten Altersversorgungspläne für Neueintritte geschlossen und die erreichten Anwartschaften eingefroren.

Für die Finanzierung der eigenen leistungsorientierten Altersversorgungspläne in diesen beiden Ländern nutzen die Konzerngesellschaften hauptsächlich jeweilige gemeinsame Einrichtungen. In der Schweiz beteiligen sich neben dem Arbeitgeber auch die Arbeitnehmer an der Finanzierung. In den USA fallen aktuell keine regelmäßig wiederkehrenden Beiträge an – mit Ausnahme einiger begrenzter Arbeitgeber-Defizitbeiträge, die derzeit noch bis zum Jahr 2027 erwartet werden.

37.2 Finanzielle Entwicklung der Pläne und Ermittlung der Bilanzposten

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen, der Zeitwert des Planvermögens und die Nettopensionsrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

  Barwert der leistungs-
orientierten Verpflichtungen
Zeitwert des Planvermögens Auswirkung von Vermögensobergrenzen Nettopensions- rückstellungen
MIO € 2024 2025 2024 2025 2024 2025 2024 2025
Stand 1. Januar 14.239 12.646 11.999 10.710 124 118 2.364 2.054
Laufender Dienstzeitaufwand, ohne Arbeitnehmerbeiträge 182 169 0 0 0 0 182 169
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -9 -9 0 0 0 0 -9 -9
Planabgeltungsgewinne (-)/-verluste (+) -14 0 0 0 0 0 -14 0
Andere Verwaltungskosten nach IAS 19.130 0 0 -10 -8 0 0 10 8
Dienstzeitaufwand1 158 160 -10 -8 0 0 169 168
Zinsaufwand auf die leistungsorientierten Verpflichtungen 491 489 0 0 0 0 491 489
Zinsertrag auf das Planvermögen 0 0 417 421 0 0 -417 -421
Zinsen auf die Auswirkung von Vermögensobergrenzen 0 0 0 0 3 2 3 2
Nettozinsaufwand 491 489 417 421 3 2 77 70
In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasste Aufwendungen und Erträge 650 649 407 413 3 2 246 238
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) – Änderung demografischer Annahmen 71 7 0 0 0 0 71 7
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) – Änderung finanzieller Annahmen -436 -609 0 0 0 0 -436 -609
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) – erfahrungsbedingte Anpassungen -151 21 0 0 0 0 -151 21
Aufwand (-)/Ertrag (+) aus Planvermögen unter Ausschluss des Zinsertrags 0 0 -76 10 0 0 76 -10
Veränderungen in der Auswirkung von Vermögensobergrenzen unter Ausschluss der Zinsen 0 0 0 0 -10 47 -10 47
In der Gesamtergebnisrechnung erfasste Neubewertungen2 -516 -581 -76 10 -10 47 -449 -544
Arbeitgeberbeiträge 0 0 61 48 0 0 -61 -48
Arbeitnehmerbeiträge 24 21 24 21 0 0 0 0
Leistungszahlungen -728 -704 -693 -390 0 0 -35 -314
Planabgeltungszahlungen -1.199 -2 -1.199 0 0 0 0 -2
Transfers 0 -1 0 0 0 0 0 -1
Akquisitionen/Desinvestitionen 0 -33 0 -33 0 0 0 -1
Währungseffekte 175 -220 188 -223 0 -1 -12 2
Stand 31. Dezember 12.646 11.774 10.710 10.558 118 167 2.054 1.384
1 Inklusive anderer Verwaltungskosten nach IAS 19.130 aus Planvermögen. 2 Die in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Neubewertungsgewinne betragen insgesamt 545 MIO € (Vorjahr: 476 MIO €).

Im Berichtsjahr ließen die Neubewertungen die Nettopensionsrückstellungen sinken. In Bezug auf die Nettopensionsrückstellungen werden im Jahr 2026 insgesamt Zahlungen in Höhe von 228 MIO € erwartet. Hiervon entfallen 173 MIO € auf direkte erwartete Leistungszahlungen des Unternehmens und 55 MIO € auf erwartete Arbeitgeberbeiträge an Pensionsfondseinrichtungen.

Die Gliederung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen, des Zeitwerts des Planvermögens und der Nettopensionsrückstellungen sowie die Ermittlung der Bilanzposten stellen sich wie folgt dar:

MIO € Deutschland Großbritannien Sonstige Gesamt
31. Dezember 2025        
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen 6.844 3.396 1.534 11.774
Zeitwert des Planvermögens -5.587 -3.700 -1.271 -10.558
Auswirkung von Vermögensobergrenzen 0 59 108 167
Nettopensionsrückstellungen 1.257 -245 371 1.384
Getrennter Ansatz        
Pensionsvermögen 0 245 31 276
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.257 0 402 1.660
31. Dezember 2024        
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen 7.436 3.672 1.538 12.646
Zeitwert des Planvermögens -5.575 -3.879 -1.256 -10.710
Auswirkung von Vermögensobergrenzen 0 29 89 118
Nettopensionsrückstellungen 1.861 -178 371 2.054
Getrennter Ansatz        
Pensionsvermögen 0 178 31 209
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.861 0 402 2.263

Im Bereich Sonstige betragen die Anteile der Schweiz und der USA am entsprechenden Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen 35 % bzw. 13 % (Vorjahr: 34 % bzw. 14 %).

Im Konzern gab es ferner separat unter den finanziellen Vermögenswerten anzusetzende Erstattungsansprüche in Deutschland gegenüber ehemaligen Konzerngesellschaften in Höhe von 3 MIO € (Vorjahr: 8 MIO €) und in Großbritannien gegenüber staatlichen Institutionen in Höhe von 25 MIO € (Vorjahr: 27 MIO €). Die entsprechenden Leistungszahlungen werden direkt von den ehemaligen Konzerngesellschaften in Deutschland bzw. von den staatlichen Institutionen in Großbritannien übernommen.

37.3 Zusätzliche Informationen zum Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen

Bei den finanziellen Annahmen handelt es sich im Wesentlichen um folgende Daten:

% Deutschland Großbritannien Sonstige Gesamt
31. Dezember 2025        
Abzinsungssatz (leistungsorientierte Verpflichtungen) 4,10 5,40 3,38 4,39
Jährlich erwartete Lohn- und Gehaltsentwicklungsrate 2,75 n. a. 2,34 2,69
Jährlich erwartete Rentensteigerungsrate 2,00 2,20 0,49 1,90
31. Dezember 2024        
Abzinsungssatz (leistungsorientierte Verpflichtungen) 3,50 5,30 3,25 4,00
Jährlich erwartete Lohn- und Gehaltsentwicklungsrate 2,75 n. a. 2,39 2,70
Jährlich erwartete Rentensteigerungsrate 2,00 2,50 0,47 2,14

Der Abzinsungssatz für die leistungsorientierten Verpflichtungen in der Eurozone und in Großbritannien wurde unter Berücksichtigung des erwarteten Auszahlungsprofils bzw. der Duration jeweils aus einer Zinsstrukturkurve, die sich aus Renditen von Unternehmensanleihen mit AA-Rating ergibt, abgeleitet. Für die übrigen Länder wurde, sofern ein ausreichend tiefer Markt für Unternehmensanleihen mit AA-Rating (oder teilweise AA- und AAA-Rating) vorhanden war, der Abzinsungssatz für die leistungsorientierten Verpflichtungen in ähnlicher Weise bestimmt. Für Länder, die nicht über einen ausreichend tiefen Markt für solche Unternehmensanleihen verfügen, wurden stattdessen die Renditen von Staatsanleihen zugrunde gelegt.

Bei der jährlichen Rentensteigerung in Deutschland sind neben den gezeigten Annahmen insbesondere fest vereinbarte Sätze zu berücksichtigen. Der effektive gewichtete Durchschnitt beträgt daher ca. 1,04 % (Vorjahr: 1,00 %).

Die wichtigsten demografischen Annahmen beziehen sich auf die Lebenserwartung bzw. Sterblichkeit. Bei den deutschen Konzernunternehmen basieren sie auf den HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G. Für die britischen Pensionspläne wurde die Lebenserwartung hauptsächlich auf die S4NMA_H / S4DFA-Tafeln der Continuous Mortality Investigation (CMI) des Institute and Faculty of Actuaries mit Anpassung zur Berücksichtigung der planspezifischen Sterblichkeit gemäß der letzten Funding Valuation gestützt. Zukünftige Sterblichkeitsverbesserungen wurden basierend auf dem aktuellen sogenannten CMI Projections Model und einer aktualisierten langfristigen Trendannahme berücksichtigt. In den sonstigen Ländern wurden jeweils aktuell übliche landesspezifische Sterbetafeln verwendet.

Bei Änderung einer der wesentlichen finanziellen Annahmen würde sich der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen wie folgt verändern:

  Änderung der Annahme
%-Punkt
Änderung des Barwertes
der leistungsorientierten Verpflichtungen
%
    Deutschland Großbritannien Sonstige Gesamt
31. Dezember 2025          
Abzinsungssatz (leistungsorientierte Verpflichtungen) 1,00
-1,00
-9,73
12,04
-9,41
11,25
-9,51
11,74
-9,61
11,78
Jährlich erwartete Lohn- und Gehaltsentwicklungsrate 0,50
-0,50
0,20
-0,19
n. a.
n. a.
1,23
-1,11
0,27
-0,25
Jährlich erwartete Rentensteigerungsrate 0,50
-0,50
0,23
-0,21
4,28
-4,46
2,88
-0,98
1,73
-1,54
31. Dezember 2024          
Abzinsungssatz (leistungsorientierte Verpflichtungen) 1,00
-1,00
-10,40
12,84
-9,74
11,74
-9,32
11,45
-10,08
12,35
Jährlich erwartete Lohn- und Gehaltsentwicklungsrate 0,50
-0,50
0,23
-0,22
n. a.
n. a.
1,47
-1,33
0,31
-0,28
Jährlich erwartete Rentensteigerungsrate 0,50
-0,50
0,54
-0,50
4,67
-4,41
2,93
-0,92
2,03
-1,69

Es handelt sich hierbei um effektive gewichtete Veränderungen des jeweiligen Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen, zum Beispiel unter Berücksichtigung der weitgehenden Festschreibungen bei der Rentensteigerung in Deutschland.

Eine Verlängerung der Lebenserwartung um ein Jahr, bezogen auf einen 65-jährigen Begünstigten, würde den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen in Deutschland um 2,65 % (Vorjahr: 2,81 %) und in Großbritannien um 2,34 % (Vorjahr: 2,53 %) erhöhen. Bezüglich der sonstigen Länder würde die entsprechende Erhöhung bei 2,99 % (Vorjahr: 1,68 %) liegen und insgesamt bei 2,60 % (Vorjahr: 2,60 %).

Zur Bestimmung der Sensitivitätsangaben wurden die Barwerte mit demselben Verfahren berechnet, das zur Berechnung der Barwerte am Bilanzstichtag verwendet wurde. Die Darstellung berücksichtigt nicht die Interdependenzen der Annahmen, sondern unterstellt, dass sich die Annahmen jeweils isoliert ändern. In der Praxis wäre dies unüblich, da die Annahmen oft korrelieren.

Die gewichtete durchschnittliche Duration der leistungsorientierten Verpflichtungen des Konzerns betrug am 31. Dezember 2025 in Deutschland 11,2 Jahre (Vorjahr: 11,7 Jahre) und in Großbritannien 10,5 Jahre (Vorjahr: 10,8 Jahre). In den sonstigen Ländern lag sie bei 12,0 Jahren (Vorjahr: 12,2 Jahre) und insgesamt bei 11,1 Jahren (Vorjahr: 11,5 Jahre).

Vom Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen entfielen insgesamt 30,1 % (Vorjahr: 29,5 %) auf aktive Anwärter, 17,7 % (Vorjahr: 17,2 %) auf ausgeschiedene Anwärter und 52,2 % (Vorjahr: 53,3 %) auf Leistungsempfänger.

37.4 Zusätzliche Informationen zum Zeitwert des Planvermögens

Der Zeitwert des Planvermögens lässt sich wie folgt aufgliedern:

MIO € Deutschland Großbritannien Sonstige Gesamt
31. Dezember 2025        
Aktien 738 72 323 1.132
Renten 2.171 2.844 484 5.498
Immobilien 1.055 238 198 1.491
Alternatives1 304 172 65 541
Versicherungen 402 0 139 541
Bargeld 673 29 14 716
Andere 244 345 49 638
Zeitwert des Planvermögens 5.587 3.700 1.271 10.558
31. Dezember 2024        
Aktien 877 90 314 1.281
Renten 2.153 3.005 468 5.625
Immobilien 1.621 254 194 2.069
Alternatives1 351 158 58 567
Versicherungen 491 0 148 639
Bargeld 62 35 22 119
Andere 20 337 52 409
Zeitwert des Planvermögens 5.575 3.879 1.256 10.710
1 Beinhaltet überwiegend sogenannte „Absolute-Return-Produkte“ und „Private-Equity-Investments“.

Für ca. 58 % der gesamten Planvermögenszeitwerte (Vorjahr: 55 %) bestehen Marktpreisnotierungen in einem aktiven Markt. Die restlichen Werte ohne solche Marktpreisnotierungen verteilen sich auf die Immobilien mit 14 % (Vorjahr: 17 %), Renten mit 13 % (Vorjahr: 15 %), Versicherungen mit 5 % (Vorjahr: 6 %), Alternatives mit 4 % (Vorjahr: 3 %) und Andere mit 6 % (Vorjahr: 4 %). Die Investitionen auf den aktiven Märkten erfolgen überwiegend global diversifiziert mit gewissen landesspezifischen Schwerpunkten.

Immobilien des Planvermögens in Deutschland mit einem Zeitwert von 935 MIO € (Vorjahr: 1.501 MIO €) werden vom Konzern selbst genutzt. Weitere Angaben zu dieser Entwicklung finden sich unter Textziffer 48.1.

In Deutschland, Großbritannien und zum Beispiel auch in der Schweiz und den USA werden zwecks Abstimmung der Aktiv- und Passivseite in regelmäßigen Abständen Asset-Liability-Studien durchgeführt und die strategische Vermögensallokation für das Planvermögen entsprechend angepasst. Die Festlegung der strategischen Vermögensallokation für die jeweiligen Pläne basiert im Wesentlichen auf der Struktur der zugrunde liegenden Verpflichtungen. Dabei werden in den einzelnen Ländern z.T. unterschiedliche Strategien verfolgt. Zu diesen Strategien gehören u.a. eine umfassende Absicherung von Verpflichtungen (Liability Driven Investment) oder die Absicherung von zukünftigen Cashflows (Cashflow-Driven Investment). Gemein ist den Strategien, dass sie unter Berücksichtigung des jeweiligen regulatorischen Rahmens und unter Berücksichtigung von Ertragserwartungen sowie der Risikotragfähigkeit des Unternehmens festgelegt werden. Aus der planbezogenen Ableitung der Kapitalanlagestrategien unter Berücksichtigung der spezifischen Rahmenbedingungen resultieren deutlich unterschiedliche Ausrichtungen bei der Vermögensanlage.

Bei der Verwaltung des Pensionsvermögens werden ESG-Kriterien insbesondere unter dem Aspekt des Risikomanagements und damit bei der langfristigen Ausrichtung der Kapitalanlagestrategie berücksichtigt.

37.5 Risiken

Im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Altersversorgungsplänen gibt es spezifische Risiken. Dadurch kann sich eine (negative oder positive) Veränderung des Eigenkapitals von DHL Group über das sonstige Ergebnis ergeben, deren Bedeutung insgesamt als mittel bis hoch eingestuft wird. Dagegen wird den kurzfristigen Folgeauswirkungen hinsichtlich Personalaufwand und Finanzergebnis eine niedrige Bedeutung beigemessen. Die Möglichkeiten zur Risikobegrenzung werden in Abhängigkeit von den planspezifischen Gegebenheiten genutzt.

Zinsrisiko

Ein Absinken (Ansteigen) des entsprechenden Abzinsungssatzes führt zu einer Erhöhung (Verminderung) des Barwerts der Gesamtverpflichtung und wird grundsätzlich von einer Erhöhung (Verminderung) des Zeitwerts der Renteninstrumente des Planvermögens begleitet. Weitere Absicherungen werden zum Teil durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente vorgenommen.

Inflationsrisiko

Pensionsverpflichtungen können, insbesondere bei Endgehaltsbezogenheit oder aufgrund von in der Rentenauszahlungsphase vorzunehmenden Dynamisierungen, indirekt oder direkt an die Entwicklung der Inflation gekoppelt sein. Dem Risiko ansteigender Inflationsraten bezüglich des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen ist dadurch begegnet worden, dass zum Beispiel für Deutschland auf ein Versorgungsbausteinsystem umgestellt wurde und in Großbritannien die leistungsorientierten Regelungen geschlossen wurden. Außerdem sind Dynamisierungen festgeschrieben bzw. teilweise begrenzt und/oder Kapitalzahlungen vorgesehen worden. Darüber hinaus besteht eine positive Korrelation mit den Zinsen.

Investitionsrisiko

Die Kapitalanlage ist grundsätzlich mit vielfältigen Risiken behaftet, insbesondere kann sie Marktpreisschwankungen ausgesetzt sein. Eine Steuerung wird vornehmlich durch breite Streuung und durch Einsatz von Absicherungsinstrumenten vorgenommen.

Langlebigkeitsrisiko

Ein Langlebigkeitsrisiko kann sich aufgrund zukünftig steigender Lebenserwartung in Bezug auf die zukünftig anfallenden Leistungen ergeben. Ihm wird insbesondere dadurch Rechnung getragen, dass bei der Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen aktuell übliche Sterbetafeln verwendet werden, die zum Beispiel in Deutschland und Großbritannien bereits Zuschläge für eine zukünftig steigende Lebenserwartung beinhalten.

38 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich in folgende wesentliche Rückstellungsarten:

  Langfristig Kurzfristig Gesamt
MIO € 31. Dez. 2024 31. Dez. 2025 31. Dez. 2024 31. Dez. 2025 31. Dez. 2024 31. Dez. 2025
Sonstige Personalleistungen 838 884 119 149 957 1.032
Schadenrückstellungen 766 757 147 152 913 909
Flugzeuginstandhaltung 264 254 76 51 340 304
Steuerrückstellungen 36 35 132 192 168 227
Übrige Rückstellungen 535 562 579 599 1.113 1.160
Sonstige Rückstellungen 2.438 2.491 1.053 1.143 3.491 3.633
Entwicklung der sonstigen Rückstellungen
MIO € Sonstige
Personal-
leistungen
Schadenrück-
stellungen
Flugzeuginstandhaltung Steuerrück-
stellungen
Übrige Rück-
stellungen
Gesamt
1. Januar 2025 957 913 340 168 1.113 3.491
Änderung im Konsolidierungskreis 0 0 0 -1 -11 -12
Verbrauch -503 -164 -71 -51 -384 -1.172
Währungsumrechnungsdifferenz -67 -23 -14 -6 -44 -154
Auflösung -34 -49 -3 -13 -113 -212
Aufzinsung/Änderung des Zinssatzes 12 2 -2 1 8 20
Umgliederung -3 0 0 0 4 1
Zuführung 671 230 55 128 585 1.670
31. Dezember 2025 1.032 909 304 227 1.160 3.633

In der Rückstellung „Sonstige Personalleistungen“ sind unter anderem Aufwendungen für Personalreduzierung wie Abfindungen, Altersteilzeit und Vorruhestand sowie aktienbasierte Bonus- (SAR) und Jubiläumsverpflichtungen passiviert. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Zuführung zum Vorruhestandsprogramm.

Die Schadenrückstellungen enthalten überwiegend Rückstellungen für bekannte Schäden sowie Spätschadenrückstellungen, Textziffer 7, und liegen auf Vorjahresniveau.

Die Rückstellung für Flugzeuginstandhaltung hat sich leicht verringert und umfasst die Verpflichtungen aus der großen Flugzeugwartung und Triebwerksinstandhaltung durch externe Firmen.

Die Steuerrückstellungen enthalten 128 MIO € Umsatzsteuer (Vorjahr: 79 MIO €), 19 MIO € Zölle und Abgaben (Vorjahr: 20 MIO €) sowie 80 MIO € sonstige Steuerrückstellungen (Vorjahr: 69 MIO €). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Rückstellungszuführung zu einem umsatzsteuerlichen Sachverhalt.

Die übrigen Rückstellungen beinhalten eine Vielzahl von Einzelsachverhalten. Dabei betreffen die Risiken aus Geschäftstätigkeit insbesondere Rückstellungen für Gewährleistungen und Entschädigungen an Kunden sowie Rückstellungen für Verluste aus belastenden Verträgen. Weiterhin enthalten die übrigen Rückstellungen die Rückgabeverpflichtung für CO₂-Emissionszertifikate und Restrukturierungsrückstellungen.

MIO € 31. Dez. 2024 31. Dez. 2025
Prozesskosten, davon langfristig: 70 (Vorjahr: 65) 160 158
Risiken aus Geschäftstätigkeit, davon langfristig: 1 (Vorjahr: 0) 46 56
CO2-Emissionszertifikate, davon langfristig: 17 (Vorjahr: 0) 60 105
Restrukturierungsrückstellungen, davon langfristig: 1 (Vorjahr: 3) 56 80
Sonstige übrige Rückstellungen, davon langfristig: 472 (Vorjahr: 467) 791 762
Übrige Rückstellungen 1.113 1.160
Kurzfristig 579 599
Langfristig 535 562
Fälligkeitsstruktur

Die Fälligkeitsstruktur zu den im Geschäftsjahr 2025 bilanzierten Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

MIO € Bis 1 Jahr Über 1 Jahr
bis 2 Jahre
Über 2 Jahre
bis 3 Jahre
Über 3 Jahre
bis 4 Jahre
Über 4 Jahre
bis 5 Jahre
Über 5 Jahre Gesamt
31. Dezember 2025              
Sonstige Personalleistungen 149 128 85 69 71 530 1.032
Schadenrückstellungen 152 269 125 70 57 236 909
Flugzeuginstandhaltung 51 39 58 19 43 95 304
Steuerrückstellungen 192 20 3 9 2 2 227
Übrige Rückstellungen 599 205 83 58 51 164 1.160
Gesamt 1.143 660 354 224 225 1.027 3.633

39 Finanzschulden

  Langfristig Kurzfristig Gesamt
MIO € 31. Dez. 2024 31. Dez. 2025 31. Dez. 2024 31. Dez. 2025 31. Dez. 2024 31. Dez. 2025
Anleihen 5.478 8.694 996 1.250 6.474 9.943
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 620 353 414 361 1.033 714
Leasingverbindlichkeiten1 12.449 12.333 2.485 2.456 14.935 14.789
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten 0 0 0 3 0 4
Derivate mit/ohne Hedge-Accounting 4 14 54 32 58 46
Sonstige Finanzschulden 217 386 1.492 1.608 1.709 1.994
Finanzschulden 18.768 21.780 5.441 5.709 24.209 27.489
1 Erläuterungen unter Textziffer 42.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen kurzfristige Kontokorrentkredite sowie Darlehensverpflichtungen gegenüber verschiedenen Banken.

In den sonstigen Finanzschulden ist neben einer Vielzahl von kleineren Sachverhalten in erster Linie mit 600 MIO € die Verpflichtung der noch zu tätigenden Rückkäufe aus der Tranche IX des Aktienrückkaufprogramms enthalten.

Anleihen
WESENTLICHE ANLEIHEN
        31. Dez. 2024 31. Dez. 2025
  Nominalzins
%
Nominalvolumen
MIO €
Emittent Buchwert
MIO €
Zeitwert
MIO €
Buchwert
MIO €
Zeitwert
MIO €
Anleihe 2016/2026 1,250 500 Deutsche Post AG 499 493 500 499
Anleihe 2017/2027 1,000 500 Deutsche Post AG 498 480 499 487
Anleihe 2018/2028 1,625 750 Deutsche Post AG 746 727 747 732
Anleihe 2020/2026 0,375 750 Deutsche Post AG 749 729 750 745
Anleihe 2020/2029 0,750 750 Deutsche Post AG 749 704 749 709
Anleihe 2020/2032 1,000 750 Deutsche Post AG 748 686 748 665
Anleihe 2023/2033 3,375 500 Deutsche Post AG 498 516 498 507
Anleihe 2024/2036 3,500 1.000 Deutsche Post AG 991 1.010 991 993
Anleihe 2025/2030 3,000 850 Deutsche Post AG     844 856
Anleihe 2025/2031 3,000 750 Deutsche Post AG     745 745
Anleihe 2025/2032 3,125 900 Deutsche Post AG     895 899
Anleihe 2025/2034 3,500 750 Deutsche Post AG     742 756
Anleihe 2025/2037 3,750 600 Deutsche Post AG     593 597
Anleihe 2025/2040 4,000 650 Deutsche Post AG     642 655
Wandelanleihe 2017/20251 0,050 1.000 Deutsche Post AG 996 985    
1 Zeitwert der Fremdkapitalkomponente; der Zeitwert der Wandelanleihe 2017/2025 betrug im Vorjahr 985 MIO €.
Wandelanleihe

Zum 30. Juni 2025 wurde die Wandelanleihe 2017/2025 in Höhe von 1 MRD € zuzüglich aufgelaufener Zinsen vollständig zurückgezahlt. Eine Wandlung fand nicht statt, da der Kurs der zugrunde liegenden Aktie unter dem vereinbarten Wandlungspreis lag.

40 Sonstige Verbindlichkeiten

MIO € 31. Dez. 2024 31. Dez. 2025
Mitarbeiterbezogene Verbindlichkeiten 2.865 2.889
Steuerverbindlichkeiten 1.538 1.892
Vertragsverbindlichkeiten, davon langfristig: 79 (Vorjahr: 92) 521 595
Rechnungsabgrenzungen, davon langfristig: 109 (Vorjahr: 133) 298 289
Postwertzeichen (Vertragsverbindlichkeiten) 129 169
Übrige sonstige Verbindlichkeiten, davon langfristig: 32 (Vorjahr: 50) 603 590
Sonstige Verbindlichkeiten 5.953 6.424
Kurzfristig 5.678 6.205
Langfristig 275 220

Sämtliche Sachverhalte, die Transaktionen mit Mitarbeitern betreffen, sind unter den mitarbeiterbezogenen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Von den Steuerverbindlichkeiten betreffen 617 MIO € Umsatzsteuer (Vorjahr: 668 MIO €), 1.061 MIO € Zölle und Abgaben (Vorjahr: 652 MIO €) sowie 213 MIO € sonstige Steuerverbindlichkeiten (Vorjahr: 219 MIO €).

In den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten ist eine Vielzahl von Einzelsachverhalten enthalten.

Fälligkeitsstruktur

Für die sonstigen Verbindlichkeiten ergeben sich aufgrund kurzer Laufzeiten bzw. einer marktnahen Verzinsung keine signifikanten Unterschiede zwischen den bilanziellen Buch- und Zeitwerten. Es besteht kein signifikantes Zinsrisiko, da sie größtenteils marktnah variabel verzinslich sind.

FÄLLIGKEITEN
MIO € 31. Dez. 2024 31. Dez. 2025
Bis 1 Jahr 5.678 6.205
Über 1 Jahr bis 2 Jahre 124 105
Über 2 Jahre bis 3 Jahre 54 29
Über 3 Jahre bis 4 Jahre 34 19
Über 4 Jahre bis 5 Jahre 20 16
Über 5 Jahre 44 51
Sonstige Verbindlichkeiten 5.953 6.424

41 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 745MIO € auf 7.889 MIO € (Vorjahr: 8.635 MIO €). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unbesichert. Der Buchwert stellt aufgrund seines kurzfristigen Charakters einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.

Lieferantenfinanzierungsvereinbarung

Von den Verbindlichkeiten sind 333 MIO € (Vorjahr: 349 MIO €) Gegenstand von Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen. Davon wurden 324 MIO € (Vorjahr: 336 MIO €) den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zugeordnet, wovon 232 MIO € (Vorjahr: 263 MIO €) bereits von Finanzdienstleistern abgewickelt wurden. Verbindlichkeiten in Höhe von 9 MIO € (Vorjahr: 13 MIO €) wurden den Finanzverbindlichkeiten zugeordnet. Hier haben die Lieferanten bereits Zahlungen in Höhe von 9 MIO € (Vorjahr: 3 MIO €) von Finanzdienstleistern erhalten.

Der Konzern würde sich auch ohne Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen keinem signifikanten Liquiditätsrisiko ausgesetzt sehen, da der Umfang der Verbindlichkeiten, die Gegenstand von Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen sind, nur einen geringen Anteil an den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausmacht und der Konzern Zugang zu anderen Finanzierungsquellen zu ähnlichen Bedingungen besitzt.

ZAHLUNGSBEDINGUNGEN FÜR VERBINDLICHKEITEN – Fälligkeitsspanne pro Region
  2024 2025
  Mit Lieferanten-
finanzierungs­abkommen
Ohne Lieferanten-
finanzierungs­abkommen
Mit Lieferanten-
finanzierungs­abkommen
Ohne Lieferanten-
finanzierungs­abkommen
In Tagen Minimum Maximum Minimum Maximum Minimum Maximum Minimum Maximum
Europa 1 125 1 122 1 120 1 120
Lateinamerika 20 120 1 120 20 120 1 120
Asien-Pazifik 45 120 1 90 45 120 1 90
Nordamerika 30 90 1 90 25 90 1 90
Mittlerer Osten/Afrika 60 90 15 75 60 90 15 75

Verbindlichkeiten unter Lieferantenfinanzierungsabkommen gibt es in 24 Ländern (Vorjahr: 26). Die hohen maximalen Fälligkeitsspannen hängen mit den spezifischen Zahlungsbedingungen in den einzelnen Ländern zusammen. In Europa wird das Maximum von Spanien und Italien bestimmt, in Lateinamerika von Brasilien und Kolumbien sowie in Asien von den Philippinen, was zu maximalen Fälligkeiten von mehr als 90 Tagen führt.

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