| Q1 2025 | Q1 2026 | +/- % | ||
| Umsatz | MIO € | 20.809 | 20.420 | -1,9 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) | MIO € | 1.370 | 1.483 | 8,3 |
| Umsatzrendite1 | % | 6,6 | 7,3 | - |
| ROIC (Return on Invested Capital, Kapitalrendite) | % | 13,7 | 14,1 | - |
| Konzernperiodenergebnis2 | MIO € | 786 | 812 | 3,3 |
| Free Cashflow ohne Akquisitionen und Desinvestitionen | MIO € | 732 | 1.207 | 65,0 |
| Nettofinanzverschuldung3 | MIO € | 21.516 | 20.743 | -3,6 |
| Ergebnis je Aktie4 | € | 0,68 | 0,73 | 6,6 |
| Anzahl der Beschäftigten5 | 580.580 | 579.479 | -0,2 | |
Im Rahmen der neunten Tranche des Aktienrückkaufprogramms 2022–2026 haben wir im ersten Quartal 2026 insgesamt 5,4 Millionen Aktien im Wert von 250 MIO € zurückerworben. Seit Beginn des Aktienrückkaufprogramms haben wir insgesamt bisher 121,3 Millionen Aktien im Wert von 4.750 MIO € zurückgekauft.
Am 23. März 2026 haben wir zwei Anleihen mit Laufzeiten bis 2030 bzw. 2034 und einem Gesamtvolumen von nominal 1,25 MRD € begeben. Die Erlöse werden für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet.
Im ersten Quartal 2026 sank der Konzernumsatz von 20.809 MIO € auf 20.420 MIO €. Darin enthalten waren negative Währungseffekte in Höhe von 700 MIO €. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 555 MIO € unter dem Niveau des ersten Quartals 2025 von 592 MIO €.
Das EBIT des Konzerns überstieg im ersten Quartal 2026 mit 1.483 MIO € den Vorjahreswert um 8,3 %. Mit –233 MIO € lag das Finanzergebnis unter dem Vorjahreswert von –184 MIO €. Das Ergebnis vor Ertragsteuern verbesserte sich um 65 MIO € auf 1.250 MIO €. Infolgedessen sowie aufgrund einer leicht höheren Steuerquote stiegen die Ertragsteuern auf 388 MIO €.
Das Konzernperiodenergebnis erhöhte sich im ersten Quartal 2026 von 830 MIO € auf 863 MIO €. Davon stehen 812 MIO € den Aktionären der Deutsche Post AG und 50 MIO € den nicht beherrschenden Anteilseignern zu. Das Ergebnis je Aktie betrug unverwässert 0,73 € und verwässert 0,72 €.
Die Kapitalrendite erhöhte sich im ersten Quartal 2026 von 13,7 % auf 14,1 %, hauptsächlich weil das EBIT-Wachstum den moderaten Anstieg des investierten Kapitals übertraf.
Zum 31. März 2026 wies der Konzern eine zentral verfügbare Liquidität von 4,6 MRD € aus, die sich aus flüssigen Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten zusammensetzt. Darin enthalten waren die Erlöse aus den Anleiheemissionen im März 2026 mit einem Gesamtvolumen von nominal 1,25 MRD €, die für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden. Daneben steht uns eine syndizierte Kreditlinie mit einem Volumen von 4 MRD € zur Verfügung, welche eine langfristig sichere Liquiditätsreserve bildet und aufgrund unserer soliden Liquiditätslage im Quartal nicht beansprucht wurde. Die Kreditlinie wurde im ersten Quartal 2026 um ein Jahr verlängert und läuft nun bis März 2031.
Die Investitionen in erworbene Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) beliefen sich im ersten Quartal 2026 auf 518 MIO € (Vorjahr: 461 MIO €) und wurden vorwiegend für den Ausbau der Netzinfrastruktur getätigt.
Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit erhöhte sich im ersten Quartal 2026 von 2.178 MIO € auf 2.679 MIO €, wozu neben dem verbesserten EBIT auch die Veränderungen der Rückstellungen beitrugen. Zudem sind aus der Veränderung des Working Capital 235 MIO € zugeflossen, gegenüber einem Mittelabfluss von 98 MIO € im ersten Quartal 2025. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit stieg von 606 MIO € auf 873 MIO €. Der Free Cashflow ohne Akquisitionen und Desinvestitionen verbesserte sich deutlich von 732 MIO € auf 1.207 MIO €. Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit betrug 140 MIO €; das waren 1.035 MIO € weniger als im ersten Quartal 2025, in dem drei Anleihen mit einem Gesamtvolumen von nominal 2,25 MRD € begeben wurden. Im ersten Quartal 2026 haben wir zwei Anleihen mit einem Gesamtvolumen von nominal 1,25 MRD € emittiert. Der Bestand an flüssigen Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten wuchs im Vergleich zum 31. Dezember 2025 von 3.376 MIO € auf 5.352 MIO €.
Unsere Nettofinanzverschuldung sank von 21.516 MIO € zum 31. Dezember 2025 auf 20.743 MIO € zum 31. März 2026.
Der Umsatz im Unternehmensbereich Express sank im ersten Quartal 2026 um 1,9 % auf 6.011 MIO €. Darin enthalten waren negative Währungseffekte in Höhe von 274 MIO € und höhere Treibstoffzuschläge, ohne die der Umsatz um 1,7 % stieg. Das tägliche TDI-Gewicht ging um 2,1 % zurück.
Die operative Entwicklung spiegelt den anhaltenden Fokus auf strikte Kostendisziplin und wirksames Ertragsmanagement wider. Mit unserem flexiblen Netzwerk können wir rasch auf veränderte geopolitische Rahmenbedingungen reagieren. Dank dieser Stärke stellen wir unseren Kunden im Nahen Osten einen unterbrechungsfreien Service bereit. Konfliktbedingt gestiegene Kosten werden größtenteils über Preis- und Zuschlagsmechanismen kompensiert, wenn auch mit zeitlichem Abstand.
Im ersten Quartal 2026 lag das EBIT für den Unternehmensbereich Express mit 799 MIO € um 20,6 % über dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge betrug 13,3 %.
| MIO € | Q1 2025 | Q1 2026 | +/- % |
| Umsatz | 6.127 | 6.011 | -1,9 |
| Europe | 2.780 | 2.874 | 3,4 |
| Americas | 1.425 | 1.392 | -2,4 |
| Asia Pacific1 | 1.922 | 1.714 | -10,8 |
| MEA (Middle East and Africa)1 | 417 | 392 | -6,0 |
| Konsolidierung / Sonstiges | -417 | -360 | 13,6 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) | 662 | 799 | 20,6 |
| Umsatzrendite (%)2 | 10,8 | 13,3 | - |
| Operativer Cashflow | 1.230 | 1.608 | 30,7 |
| MIO € je Tag1 | Q1 2025 | Q1 2026 | +/- % |
| Time Definite International (TDI) | 70,1 | 70,5 | 0,5 |
| Time Definite Domestic (TDD) | 6,6 | 7,0 | 7,4 |
| MIO kg je Tag | Q1 2025 | Q1 2026 | +/- % |
| Time Definite International (TDI) | 8,0 | 7,9 | -2,1 |
| Time Definite Domestic (TDD) | 3,0 | 3,2 | 5,8 |
Der Umsatz im Unternehmensbereich Global Forwarding sank im ersten Quartal 2026 aufgrund niedrigerer Frachtraten um 5,0 % auf 4.527 MIO €. Kapazitätsengpässe und höhere Ölpreise infolge des Konflikts im Nahen Osten ließen die Frachtraten zu Quartalsende wieder deutlich steigen. Ohne negative Währungseffekte in Höhe von 129 MIO € lag der Umsatz um 2,3 % unter dem Vorjahreswert. Das Bruttoergebnis des Unternehmensbereichs lag mit 1.104 MIO € um 3,7 % unter dem Vorjahresniveau.
In der Berichtsstruktur des Unternehmensbereichs unterscheiden wir ab sofort nicht mehr nach Geschäftsfeldern, sondern nach Produkten.
Das Luftfrachtvolumen stieg im ersten Quartal 2026 um 3,8 %, vor allem auf Handelsrouten aus Asien und Lateinamerika. Unser Umsatz mit Luftfracht ging um 2,2 % zurück, das Bruttoergebnis hingegen verbesserte sich um 3,2 %. Die in der Seefracht transportierten Volumen wuchsen verglichen mit dem Vorjahr um 2,0 %, insbesondere auf Handelsrouten von Asien nach Europa. Die Volumenentwicklung wird in diesem Quartal noch durch den gezielten Ausstieg aus dem Transport von großvolumigem, ertragsschwachem Geschäft beeinträchtigt. Der Umsatz mit Seefracht und das Bruttoergebnis sanken im ersten Quartal 2026 um 16,5 % bzw. 17,5 %, was die seit 2025 zu beobachtende Normalisierung der Frachtraten auf dem Markt widerspiegelt.
Das EBIT für den Unternehmensbereich Global Forwarding verringerte sich im ersten Quartal 2026 um 18,5 % auf 164 MIO €. Die EBIT-Marge betrug 3,6 %.
| MIO € | Q1 2025 | Q1 2026 | +/- % |
| Umsatz | 4.764 | 4.527 | -5,0 |
| Luftfracht | 1.503 | 1.471 | -2,2 |
| Seefracht | 1.457 | 1.217 | -16,5 |
| Straßenfracht | 1.022 | 1.035 | 1,3 |
| Sonstiges | 781 | 804 | 2,9 |
| Bruttoergebnis | 1.147 | 1.104 | -3,7 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) | 202 | 164 | -18,5 |
| Umsatzrendite (%)1 | 4,2 | 3,6 | - |
| Operativer Cashflow | 42 | 31 | -26,5 |
| Tausend | Q1 2025 | Q1 2026 | +/- % | |
| Luftfracht Export | Tonnen | 422 | 438 | 3,8 |
| Seefracht | TEU1 | 788 | 804 | 2,0 |
Der Umsatz im Unternehmensbereich Supply Chain erhöhte sich im ersten Quartal 2026 um 2,8 % auf 4.502 MIO €. Ohne negative Währungseffekte in Höhe von 225 MIO € betrug das Wachstum 7,9 %. Dazu trugen vor allem die Regionen Americas – unter anderem in den Sektoren Automobility, Life Sciences & Healthcare sowie Engineering & Manufacturing – und EMEA bei. Die Umsatzzunahme wurde durch neue Geschäftsabschlüsse, Vertragsverlängerungen und weiterhin wachsendes E-Commerce-Geschäft gestützt.
Im Unternehmensbereich Supply Chain wurden im ersten Quartal 2026 zusätzliche Verträge mit einem Volumen von 1.850 MIO € abgeschlossen. Einen wesentlichen Anteil daran hatten die Sektoren Technology, Retail einschließlich E-Fulfillment-Lösungen sowie Life Sciences & Healthcare. Relevantes Neugeschäft stammte unter anderem aus der Logistikinfrastruktur für die Betreiber von Rechenzentren.
Das EBIT für den Unternehmensbereich Supply Chain stieg im ersten Quartal 2026 um 3,1 % auf 276 MIO €. Zur anhaltenden Ergebnisverbesserung trugen Produktivitätssteigerungen durch Digitalisierung, Automatisierung und Standardisierung bei. Die EBIT-Marge lag bei 6,1 %.
| MIO € | Q1 2025 | Q1 2026 | +/- % |
| Umsatz | 4.380 | 4.502 | 2,8 |
| EMEA (Europe, Middle East and Africa) | 1.963 | 1.988 | 1,3 |
| Americas | 1.807 | 1.899 | 5,1 |
| Asia Pacific | 616 | 621 | 0,8 |
| Konsolidierung / Sonstiges | -5 | -7 | -28,2 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) | 268 | 276 | 3,1 |
| Umsatzrendite (%)1 | 6,1 | 6,1 | - |
| Operativer Cashflow | 357 | 409 | 14,6 |
Der im Unternehmensbereich eCommerce erzielte Umsatz lag im ersten Quartal 2026 mit 1.560 MIO € um 11,1 % unter dem Vorjahresniveau. Ohne negative Währungseffekte in Höhe von 85 MIO € lag der Umsatz um 6,3 % unter dem Vorjahreswert. Nachdem der Zusammenschluss mit Evri Ende September 2025 bilanziell vollzogen worden war, wird im Umsatz kein Beitrag aus UK mehr ausgewiesen. Dies führte im ersten Quartal 2026 zu einem Umsatzrückgang in Höhe von 196 MIO €.
Das EBIT für den Unternehmensbereich eCommerce lag im ersten Quartal 2026 mit 50 MIO € auf dem Niveau des Vorjahres (52 MIO €). Die EBIT-Marge betrug 3,2 %.
| MIO € | Q1 2025 | Q1 2026 | +/- % |
| Umsatz | 1.756 | 1.560 | -11,1 |
| Americas | 580 | 512 | -11,8 |
| Europe | 992 | 883 | -11,0 |
| Asia | 181 | 167 | -7,9 |
| Konsolidierung / Sonstiges | 1 | -2 | <-100 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) | 52 | 50 | -4,9 |
| Umsatzrendite (%)1 | 3,0 | 3,2 | - |
| Operativer Cashflow | 149 | 167 | 11,7 |
Der Umsatz im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland überstieg im ersten Quartal 2026 mit 4.502 MIO € den Vorjahreswert um 1,7 %. Dazu trugen maßgeblich höhere Preise sowie gestiegene Mengen im nationalen und internationalen Geschäft mit warentragenden Sendungen bei. Das deutsche Postgeschäft entwickelte sich wie erwartet rückläufig. Umsatz- und Absatzrückgänge sind neben der fortschreitenden E-Substitution auf Aussendungen im Rahmen der Bundestagswahl im Vorjahresquartal zurückzuführen, die durch Wahlsendungen der Landtags- und Kommunalwahlen im ersten Quartal 2026 nicht kompensiert werden konnten. Deutliche Absatzrückgänge bei den Werbepostsendungen resultierten vor allem aus dem Verlust eines Großkunden.
Das EBIT für den Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland lag im ersten Quartal 2026 mit 264 MIO € um 5,8 % unter dem Vorjahreswert. Umsatzsteigerungen infolge von gewachsenen Paketmengen konnten die auch wahlbedingt rückläufigen Briefmengen sowie die besonders durch Inflation und bestehende Tarifvereinbarungen gestiegenen Transport- und Personalkosten nicht ausgleichen. Die Umsatzrendite betrug 5,9 %.
| MIO € | Q1 2025 | Q1 2026 | +/- % |
| Umsatz | 4.428 | 4.502 | 1,7 |
| Post Deutschland | 1.898 | 1.790 | -5,7 |
| Paket Deutschland | 1.891 | 2.049 | 8,4 |
| International | 622 | 644 | 3,5 |
| Konsolidierung / Sonstiges | 17 | 19 | 13,6 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) | 281 | 264 | -5,8 |
| Umsatzrendite (%)1 | 6,3 | 5,9 | - |
| Operativer Cashflow | 481 | 619 | 28,7 |
| MIO € | Q1 2025 | Q1 2026 | +/- % |
| Post Deutschland | 1.898 | 1.790 | -5,7 |
| Brief Kommunikation | 1.305 | 1.231 | -5,6 |
| Dialog Marketing | 410 | 378 | -7,8 |
| Sonstiges / Konsolidierung Post Deutschland | 183 | 180 | -1,7 |
| Paket Deutschland | 1.891 | 2.049 | 8,4 |
| MIO Stück | Q1 2025 | Q1 2026 | +/- % |
| Post Deutschland | 3.064 | 2.678 | -12,6 |
| davon Brief Kommunikation | 1.521 | 1.359 | -10,6 |
| davon Dialog Marketing | 1.382 | 1.159 | -16,1 |
| Paket Deutschland | 471 | 501 | 6,2 |
Wir belassen die im Geschäftsbericht 2025 gegebene Prognose für das Geschäftsjahr 2026 unverändert.
Der Konflikt im Nahen Osten hat für uns Risiken verursacht bzw. verschärft. Neben direkten operativen Auswirkungen und möglichen negativen Konsequenzen für den globalen Handel sind dies insbesondere steigende Kosten, in erster Linie für Kraftstoff. Der anhaltende Konflikt hat die Lieferketten für Rohöl beeinträchtigt und zu angespannten Bedingungen auf dem globalen Kerosinmarkt geführt. DHL Express beobachtet die Entwicklungen aufmerksam und steuert die Risiken in der Kraftstoffversorgung aktiv. Die Kerosinbetankung ist an den wichtigsten Standorten derzeit gesichert. Aufgrund der extrem volatilen Entwicklungen sind die konkreten Risiken derzeit nur schwer abschätzbar und könnten sich in Zukunft weiter verschärfen; es könnten sich aber auch Chancen ergeben.
Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat am 20. Februar 2026 die auf Grundlage des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) erhobenen Zölle rückwirkend für rechtswidrig erklärt. Daraus ergeben sich potenziell komplexe Erstattungs- und Rückabwicklungskonstellationen, deren konkrete Folgen für uns aktuell nicht vollständig absehbar sind.